Insektenstiche

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Insektenstiche sind sehr häufig. Meist lösen sie nur eine kleine Schwellung an der Einstichstelle aus, sie können aber auch deutlich gefährlicher sein. Bei Insektenstichen sollten Sie eines vermeiden: sich zu kratzen. Das verstärkt den Juckreiz. Zudem besteht die Gefahr, dass sich die Einstichstelle entzündet. Erste Hilfe bei Insektenstichen bieten kühlende Gele mit natürlichen Inhaltsstoffen. Treten Symptome wie Atemnot, Schwindel oder sogar eine Ohnmacht nach Insektenstichen auf, sollte aber sofort ein Notarzt gerufen werden.

 

Was sind Insektenstiche?

Insektenstiche sind Stiche durch Insekten, die einen Giftstachel haben oder Blut saugen. In Mitteleuropa sind dabei am häufigsten Stiche von Bienen, Wespen, Hornissen, Mücken oder Fliegen. Diese Insektenstiche können Vergiftungen verursachen, die sich entweder nur im Bereich der Einstichstelle bemerkbar machen oder zu systemischen Reaktionen führen, die den gesamten Organismus betreffen.

Insektenstiche
Insektenstiche jucken und brennen zwar, sind in der Regel aber harmlos © istock/abadonian
 

Wie äußert sich eine Allergie gegen Insektenstiche?

In Deutschland sind als Folgen von Insektenstichen örtliche Reaktionen auf Stiche von Stechmücken (Culicidae) am häufigsten. Diese Insektenstiche rufen bei etwa drei Vierteln der Bevölkerung eine sofortige allergische Reaktion hervor, die sich in Quaddeln an der Einstichstelle zeigt.

Rund die Hälfte aller Menschen reagiert außerdem mit einer sogenannten Allergie vom Spättyp in Form von Bläschen auf Mückenstiche. Weitere Reaktionen auf diese Insektenstiche sind sehr selten. Nur in Ausnahmefällen führen Stiche von Mücken oder anderen blutsaugenden Insekten zu weitergehenden Beschwerden oder Erkrankungen.

entzündeter Insektenstich
Insektenstiche rufen bei rund drei Vierteln der Bevölkerung eine allergische Reaktion hervor © istock/raularosa
 

Welche Insektenstiche sind gefährlich?

Seltener, aber dafür gefährlicher, sind Insektenstiche aus der Ordnung der Hautflügler (Hymenopteren), die zu einem allergischen Schock (Anaphylaxie) und sogar zum Tode führen können. Am häufigsten fallen Stiche von Bienen in diese Kategorie. Aber auch Wespen-, Hornissen- und Hummelstiche können lebensbedrohliche Reaktionen auslösen. Etwa 1,2 bis 3,5 Prozent der Menschen sind einmal in ihrem Leben von solch einer Reaktion auf einen Bienen- oder Wespenstich betroffen. Sehr selten rufen Stiche von Ameisen eine allergische Reaktion dieses Ausmaßes hervor.

In Deutschland kommt es jährlich zu etwa 20 Todesfällen aufgrund von Insektenstichen durch Hautflügler. Allerdings wird eine höhere Zahl vermutet, da Insektenstiche mit der Folge der allergischen Reaktion als Ursache häufig nicht erkannt werden.

Insektenstiche durch Honigbienen
In Deutschland sterben jährlich etwa 20 Menschen aufgrund von Insektenstichen durch Hautflügler © istock/proxyminder
 

Wie lassen sich Insektenstiche behandeln?

Zur Behandlung von Insektenstichen haben sich einige Hausmittel bewährt: zuerst mit einem Eiswürfel kühlen. Dann eine Zwiebel halbieren und auflegen oder Zitronensaft auf den Stich träufeln. Gegen Schwellungen durch Insektenstiche wirkt auch eine Auflage mit kaltem Quark.

Quark lindert Insektenstiche
Gegen Schwellungn durch Insektenstiche hilft ein Auflage mit Quark © istock/YelenaYemchuk
 

Insektenstiche – ab wann zum Arzt?

Bei Insektenstichen im Mundraum sollten Sie dagegen sofort von innen kühlen (Eiswürfel lutschen), von außen einen kalten Umschlag gegenhalten und einen Arzt rufen. Auch wer auf Insektenstiche allergisch reagiert (mit Schwindel, Herzrasen, Atemnot) muss den Notruf alarmieren.

 

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