Innere Unruhe: Ursachen lassen sich gut diagnostizieren

Redaktion PraxisVITA

Innere Unruhe, oder auch Nervosität tritt oft in außergewöhnlichen Situationen auf, die zu einer extremen Anspannung, Angstgefühlen und Stress führen.

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung
 

Innere Unruhe: Ursachen sind meist psychisch

Beispiele hierfür sind Prüfungen, Vorstellungsgespräche oder Lampenfieber vor öffentlichen Auftritten. Auch beruflicher oder privater Stress kann eine innere Unruhe hervorrufen.

Erklären lassen sich die typischen Symptome bei Nervosität mit Stoffwechselvorgängen im menschlichen Körper, die durch Stresssituationen ausgelöst werden. Diese sollen bei Bedrohungen das Überleben durch Kampf oder Flucht sichern. Und auch wenn lebensbedrohliche Situationen in der heutigen Zeit eher selten sind, reagiert unser Körper immer noch nach diesem Muster.

Unter starker Belastung – auch wenn diese rein psychisch ist – stellt der Körper über verschiedene Hormone, wie beispielsweise Adrenalin, mehr Energie für die Muskeln zu Verfügung, erhöht den Herzschlag und die Atemfrequenz. Gleichzeitig werden das Immunsystem und die Ausscheidung über Nieren und Darm gebremst. So wird der Körper leistungsfähiger und kann Feinde besser bekämpfen oder schneller fliehen.

Nervosität kann durch eine Überfunktion der Schildrüse kommen
Innere Unruhe und Nervosität können organische Ursachen haben – z. B. eine Überfunktion der Schilddrüse. Die Drüse sitzt unterhalb des Kehlkopfs vor der Luftröhre © Fotolia
 

Wechseljahre können eine Ursache von innerer Unruhe sein

Neben den beschriebenen Ursachen kann Nervosität aber auch ein Symptom einer anderen Grunderkrankung sein. So kommt es sehr häufig bei Kindern mit einer Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) zu einer inneren Unruhe. Auch eine Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose), niedriger Blutdruck (Hypotonie) oder eine Leberzirrhose können Nervosität auslösen. Ebenso führt einer Unterzuckerung im Rahmen eines Diabetes mellitus zu innerer Unruhe. Zusätzlich erleben Frauen oft in den Wechseljahren innere Unruhe.

 

Nervosität als Symptom von psychischen Erkrankungen

Bei vielen psychischen Erkrankungen tritt Nervosität als Symptom auf. Dazu gehören beispielsweise:

 

Innere Unruhe: Ursachen können Kaffee und Nikotin sein

Auch direkt nach einem Unfall kann es im Rahmen eines Schockzustands zu einer inneren Unruhe kommen. Ebenso zählen Nebenwirkungen verschiedener Medikamente, ein übermäßiger Genuss von Kaffee oder Nikotin zu den Ursachen von innerer Unruhe. Auch Alkohol- oder Drogenmissbrauch oder der Entzug von Drogen kann innere Unruhe auslösen.

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