Innere Blutungen: Die Diagnose erfolgt anhand der Symptome und bildgebender Verfahren

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer inneren Blutung erfordert die Diagnose je nach Art der Blutung unterschiedliche Maßnahmen. Bei akuten inneren Blutungen mit stärkeren Blutverlusten kann der Arzt die Diagnose oft schon anhand der typischen Symptome stellen, wie zum Beispiel Kreislaufschwäche, niedrigem Blutdruck, Herzrasen oder Bewusstseinsstörungen. Auch ein Gespräch mit dem Betroffenen liefert dem Arzt mitunter wichtige Hinweise auf eine innere Blutung und gegebenenfalls auch auf die Blutungsquelle.

Deshalb wird der Arzt sich zum Beispiel danach erkundigen, ob der Betroffene Blut erbrochen oder mit dem Stuhl ausgeschieden hat. Auch die Krankengeschichte ist für den Arzt von Interesse, da bestimmte Erkrankungen innere Blutungen begünstigen. Um die Blutungsquelle zu finden, muss der Arzt unter Umständen verschiedene bildgebende Untersuchungen durchführen.

 

Mögliche bildgebende Untersuchungen bei Blutungen

  • Ultraschalluntersuchung (Sonografie)
  • Röntgenuntersuchung
  • Computertomografie (CT)
  • Magnet-Resonanz-Tomografie (MRT)
  • Spiegeluntersuchungen (Endoskopien) wie
    • Magenspiegelung (Gastroskopie)
    • Darmspiegelung (Koloskopie)
    • Lungenspiegelung (Bronchoskopie)
    • Blasenspiegelung (Zystoskopie)
    • Gelenkspiegelung (Arthroskopie)

Bei chronischen und weniger stark ausgeprägten inneren Blutungen ist die Diagnose für den Arzt schwieriger. Oft haben die Betroffenen am Anfang gar keine oder wenige Beschwerden, die außerdem noch unspezifisch sind und auf viele verschiedene Erkrankungen hindeuten können. Symptome eines chronischen Blutverlusts, wie Schwäche, Leistungsabfall, Kopfschmerzen, Sehstörungen oder Konzentrationsschwäche, treten nicht plötzlich auf, sondern entwickeln sich schleichend, häufig ohne dass der Betroffene es bemerkt. Der Arzt wird beim Verdacht auf eine solche chronische Blutung das Blut untersuchen. Viele Menschen mit chronischen Blutungen leiden an einer Anämie, also einer Blutarmut. Auch an der Entwicklung der Blutwerte im Laufe der Zeit kann der Arzt erkennen, ob der Körper regelmäßig Blut verliert.

 

Oft schwierig, Stelle der inneren Blutung zu lokalisieren

Eine Blutuntersuchung alleine reicht beim Verdacht auf eine innere Blutung zur Diagnose allerdings nicht aus. Wenn die Blutuntersuchung Hinweise auf eine Blutung liefert, folgt die oft wesentlich schwierigere Aufgabe, die Blutungsquelle ausfindig zu machen. Relativ häufig kommen Blutungen im Magen-Darm-Trakt vor, zum Beispiel aufgrund von Magengeschwüren, Hämorrhoiden oder Tumoren. Solche Blutungen lassen sich mit Hilfe eines Tests auf Blut im Stuhl nachweisen. Auch Blut im Urin kann der Arzt mit einem einfachen Test feststellen. Sehr häufig sind darüber hinaus bildgebende Untersuchungen (vor allem Endoskopien wie eine Magenspiegelung oder Darmspiegelung) erforderlich, um die Blutungsquelle aufzufinden.

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