Inkontinenz, Hämorrhoiden und Kopfläuse bekämpfen: Schnelle Hilfe bei Tabukrankheiten

Läuse sind kein Grund zum Schämen
Wie peinlich? „Tabu-Leiden“ wie Läuse oder Hämorrhoiden sind kein Grund sich zu schämen – für Ärzte und Apotheker gehören diese Themen zum Tagesgeschäft. Sie helfen Ihnen, Läuse und Co. effektiv zu bekämpfen. © Fotolia

Ob Inkontinenz, Hämorrhoiden oder Kopfläuse: darüber zu sprechen, fällt oft schwer. Doch seien Sie sich sicher: Arzt und Apotheker gehen auch mit diesen Krankheiten ganz selbstverständlich um. Wie Sie Inkontinenz, Hämorrhoiden und Kopfläuse bekämpfen können, erfahren Sie hier.

Beim Urologen hat jeder zweite Patient Prostata-Probleme. Und wenn Sie mit unangenehmem Jucken im Intimbereich zum Frauenarzt gehen, sind Sie sicher nicht die Einzige mit diesen Beschwerden. Krankheiten wie diese sind kein Grund zum Schämen. Vertrauen Sie sich einem Arzt oder Apotheker an, der Ihnen hilft. Gut zu wissen: Seit einiger Zeit muss jede Apotheke, die neu eröffnet, eine „Beratungsecke" haben. Bitten Sie darum, dort das Gespräch zu führen. Noch diskreter können Sie sich bei einer Versandapotheke am Telefon informieren lassen.

 

Läuse

Läuse haben nichts mit mangelnder Hygiene zu tun. Sie werden von Kopf zu Kopf übertragen. Das geschieht zum Beispiel durch gemeinsam benutzte Bürsten oder Mützen.

Hilfe aus der Apotheke: Um Kopfläuse bekämpfen zu können, nutzen Sie läuseabtötendes Gel oder Shampoo und einen Nissenkamm aus Metall. (Nissen sind die Eier der Kopflaus).

Selbsthilfe: Mittel gegen Läuse nach Packungsbeilage anwenden. Das Haar jeden Abend mit dem Nissenkamm auskämmen. Den Kamm in ein weißes Tuch ausstreichen und auf Nissen kontrollieren. Kleidung bei mindestens 60 Grad waschen. Sind Kinder betroffen: deren Kuscheltiere zehn Tage ins Gefrierfach legen.

 

Inkontinenz

Von Inkontinenz betroffen sind junge Frauen nach einer Schwangerschaft ebenso wie Senioren.

Hilfe aus der Apotheke: spezielle, geruchsstoppende Inkontinenzeinlagen. Sie werden sogar von den Kassen bezuschusst, wenn Sie ein Rezept vom Arzt haben. Selbsthilfe: Machen Sie Beckenbodentraining (wird von Sportvereinen und in der Volkshochschule angeboten). Von Inkontinenz Betroffene, die zu viel wiegen, sollten ihr Übergewicht abbauen. Und: Die Ursache vom Arzt klären lassen.

 

Hämorrhoiden

Hämorrhoiden äußern sich durch Jucken und starkes Brennen.

Hilfe aus der Apotheke: Salben, die den Schmerz stillen und zusammenziehend wirken.

Selbsthilfe: Trinken Sie pro Tag möglichst zwei Liter. Meiden Sie Weißmehlprodukte, diese machen den Stuhl hart. Sitzbäder mit warmem Schwarztee sind ein alt bewährtes Hausmittel.

Achtung: Bei Blut im Toilettenpapier und wenn die Hämorrhoiden am After zu sehen oder zu tasten sind, sollten Sie zum Arzt gehen.

 

Prostata-Leiden

Prostata-Leiden äußern sich durch Nachtröpfeln beim Wasserlassen und nächtlicher Harndrang.

Hilfe aus der Apotheke: Arzneikürbiskerne oder Präparate daraus können eine vergrößerte Prostata etwas schrumpfen lassen und weiterer Vergrößerung vorbeugen.

Selbsthilfe: Bitte möglichst wenig sitzen und sich dafür ausreichend bewegen. Auf dem Speiseplan sollte viel Gemüse stehen, auf Alkohol und Nikotin verzichten. Einmal im Jahr beim Urologen die Prostata kontrollieren lassen.

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