Ingwer gegen Diabetes

Carolin Banser
Ingwer und Ingwerpulver
Ingwer unterstützt den Transport des Zuckers aus dem Blut in die Zellen. So kann der Blutzucker besser reguliert werden © Shutterstock

Die Zahl der Menschen, die einen Diabetes mellitus Typ 2 entwickeln, steigt stetig an. Forscher fanden jetzt heraus, dass Ingwer einen positiven Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat und so die Symptome der Krankheit lindern kann. Zu den Hintergründen.

Mehr als sechs Millionen Deutsche sind laut Schätzungen von Diabetes Typ 2 betroffen. Tendenz steigend. Die Ursachen sind Stress, ein zu hohes Körpergewicht, zu wenig Bewegung und eine unausgewogene Ernährung. Jetzt haben Forscher herausgefunden, dass Ingwer blutzuckersenkende Eigenschaften hat und sich somit positiv auf die Diabetes-Erkrankung auswirken kann.

 

Studie zur Wirksamkeit von Ingwer

Die tägliche Einnahme von 3 g Ingwer-Pulver über drei Monate verbesserte bei nicht-insulin-pflichtigen Typ 2-Diabetikern in einer Studie die Werte von Blutserum-Glukose, HbA1c (gibt Auskunft über die Blutzuckerwerte der letzten vier bis zwölf Wochen), Insulin sowie die Insulinresistenz im Placebovergleich deutlich. Die Autoren stellen die Verbesserung des glykämischen Index (gibt an, wie stark der Blutzucker ansteigt) als beachtenswert heraus. Die Studie zeigt, dass die Gingerole aus dem Ingwer die Zuckeraufnahme der Muskelzellen verbessern und so den Blutzucker in einer gesunden Balance halten können.

 

Auch diese natürlichen Mittel senken den Blutzucker

Vorangegangene Studien haben bereits bei verschiedenen Nahrungsmitteln eine positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel festgestellt. Eine entsprechende Ernährung kann demnach einen Diabetes lindern oder sogar zur Heilung beitragen.

Zimt

Zimt und Kurkuma fördern den Abbau von Zucker im Körper und verbessern so die Insulinwerte. Studien belegen, dass bereits ein bis sechs Gramm Zimt täglich den Nüchternblutzucker um 30 Prozent senken. Die Aromahelfer beugen sogar Diabetes-Spätfolgen wie einem Herzinfarkt vor.

Chrom

Das Spurenelement Chrom ist ein wichtiges Bindeglied für einen geregelten Zuckerstoffwechsel. Es ermöglicht den Zuckertransport aus dem Blut in die Zellen. Da der Tagesbedarf an Chrom nur schwer über die Nahrung gedeckt werden kann, empfehlen Experten rezeptfreie Präparate aus der Apotheke, die das Spurenelement und auch die anderen wichtigen Nährstoffe in konzentrierter Form enthalten.

Beeren und Früchte

In einer US-Studie mit mehr als 180 000 Teilnehmern konnte zudem nachgewiesen werden, dass die Inhaltsstoffe von bestimmten Obstsorten den Blutzuckerspiegel deutlich senken können: Heidelbeeren (26 Prozent), Äpfel (sieben Prozent) und Weintrauben (zwölf Prozent), Bananen und Grapefruit (jeweils fünf Prozent). Der Effekt tritt bereits bei drei Portionen (etwa 200 g) der Früchte pro Woche auf.

Vollkorn

Studien zeigen: Der Verzehr von Vollkornprodukten reduziert die Gefahr, an Diabetes zu erkranken. Wissenschaftler gehen davon aus, dass der hohe Anteil an Ballaststoffen die Verdauung verlangsamt, was wiederum den Blutzucker herunterfährt. Positiver Nebeneffekt: Vollkornprodukte enthalten wertvolles Magnesium.

 

Video: Das Gesundwunder Ingwer


Hamburg, 7. Juli 2015

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