Impfschutz für die Reise

Vor Reise über Impfungen informieren
Es ist sinnvoll sich über sein Reiseziel und die dafür notwendigen Impfungen zu informieren, um vor Krankheiten ausreichend geschützt zu sein © Fotolia

Starten Sie demnächst in den Urlaub? Dann sollten Sie jetzt Ihren Impfschutz überprüfen – und das nicht nur für außereuropäische Ferienziele.

Enorm wichtig sind die herkömmlichen Standard-Impfungen. Für Kinder und Jugendliche unter anderem die gegen Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Kinderlähmung, Keuchhusten sowie die Leberentzündung Hepatitis B. Fragen Sie Ihren Arzt, was in welchem Alter konkret nötig ist. Bereits durchgeimpfte Erwachsene sollten nicht vergessen, den Schutz gegen Tetanus und Diphtherie alle zehn Jahre auffrischen zu lassen. Über 60 Jährigen und chronisch Kranken wird daneben geraten, sich alle sechs Jahre gegen Infekte mit Pneumokokken zu wappnen. Das sind Bakterien, die Lungenentzündungen auslösen können.

Tollwut-Viren werden durch Speichel inzierter Tiere (etwa von streunenden Hunden) auf Menschen übertragen, z. B. durch Bisse, Kratzer. Einmal ausgebrochen, ist die Krankheit tödlich. Vor allem wer in Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas reist, sollte mit dem Arzt besprechen, ob diese Impfung Sinn macht. Sowie weitere, wie die Schluckimpfungen gegen Cholera oder Typhus. Manche Experten empfehlen die Tollwut-Impfung auch Türkei-Touristen.

Für Reiseziele östlich der Oder und südlich der Alpen (z. B. auch in Italien, Spanien) wird eine Impfung gegen Hepatitis A empfohlen. Diese Viruserkrankung kann Übelkeit, Durchfall und in schweren Fällen Leberentzündungen verursachen. Sie wird durch verunreinigtes Trinkwasser und verseuchte Speisen (oft rohe Muscheln, Salat, Früchte) übertragen. Sie iegen schon übermorgen weg? Keine Sorge: Eine Hepatitis-A-Impfung schützt selbst dann, wenn sie erst unmittelbar vor der Reise erfolgt.

Auch gegen die durch Zeckenstiche übertragbaren Erreger der Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningo-Enzephalitis) ist Impfen ein sinnvoller Schutz. Risikogebiete für eine Ansteckung sind u. a. manche Regionen Süddeutschlands, Osteuropas, Österreichs, Skandinaviens. Ein verkürztes Impfschema ermöglicht es heute, schon mit drei Spritzen binnen drei Wochen einen wirksamen Schutz aufzubauen. Sonst sind drei Termine innerhalb eines Jahres üblich.

Quelle: Das Neue, 26/2006

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