Impfquote über 100 Prozent? Verwirrung in diesem Bundesland!

Kann die Impfquote bei über 100 Prozent liegen? Nach Angaben des Robert Koch-Institutes (RKI) soll das in einem Bundesland der Fall sein. Die Zahl sorgt für Verwirrung – doch das RKI hat eine Erklärung. Die Hintergründe.

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Laut RKI übersteigt die Impfquote in einem deutschen Bundesland derzeit die 100 Prozent bei den über 18-Jährigen. Eine Zahl, die eigentlich nicht sein kann. Doch Medienberichten zufolge gibt eine Erklärung für das Phänomen, das viele Menschen verwirrt.

Bremen: Impfquote bei 101,7 Prozent

Bremen gilt als Spitzenreiter bei den Impfungen in Deutschland. Doch dies ist trotzdem ungewöhnlich: Im Stadtstaat liegt die aktuelle Impfquote mit 101,7 Prozent über den theoretisch möglichen 100 Prozent. Bei der Grundimmunisierung beträgt die Quote 100,2 Prozent. Dies sorgt für Verwirrung – viele Menschen fordern eine Erklärung. Laut RKI sei dies rechnerisch möglich und nennt die Gründe.

Auch Nicht-Bremer in Impfquote einbezogen

Demnach sind in dieser Quote auch Geimpfte erfasst, deren Wohnort gar nicht in Bremen liegt. Dies könnten laut Bremer Gesundheitsbehörde zum Beispiel Seeleute aus dem Ausland sein, LKW-Fahrer oder Pendler aus benachbarten Bundesländern, die in Bremen arbeiten. Laut RKI erfolge die regionale Zuordnung aller Impfungen anhand des Ortes, wo geimpft werde und nicht anhand des Wohnortes der geimpften Person.

Bremen: Hohe Impfquote durch Angabe des Impfortes

Eigentlich sollen alle relevanten Daten pseudonymisiert in einer Online-Datenbank gespeichert werden. Doch für viele Ärzte bedeutet das einen erheblichen bürokratischen Mehraufwand, weswegen hier eine reduzierte Meldepflicht gilt. Das führte dazu, dass in vielen Fällen nur der Impfort und nicht der Wohnort angegeben werden. Daher sind in die Meldungen also auch Impfungen von Menschen einbezogen, die sich in Bremen haben impfen lassen, aber gar nicht dort wohnen – womit sich die Impfquote von über 100 Prozent erklären lässt.