Erste Impfdaten zu Omikron-Subtyp: Das müssen Sie wissen!

Ersten Impfdaten nach scheint der in Dänemark bereits weit verbreitete Omikron-Subtyp BA.2 den Immunschutz nicht viel besser zu umgehen als die bisher grassierende Omikron-Variante BA.1. Immunologen zeigen sich optimistisch.

Laborabtin in Schutzkleidung mit Pipette und Röhrchen
Erste Daten aus Dänemark zur Omikron-Untervariante BA.2 stimmen Experten positiv Foto: IMAGO / Pixsell

Vor allem in Dänemark breitet sich der Omikron-Subtyp rasant aus. Expert:innen befürchteten, dass BA.2 noch ansteckender sein könnte als die bekannte Omikron-Variante – und auch den Impfschutz besser umgehen könnte. Doch zu der Sorge gibt es ersten Impfdaten zufolge keinen Anlass.

Impfdaten aus Dänemark zum Omikron-Subtyp

BA.2 ist schon in vielen europäischen Ländern nachgewiesen worden. So auch in Frankreich, Österreich und in Deutschland – hier jedoch nur in geringer Zahl: In der ersten Woche wurde bei einer Stichprobe 1.568-mal die Omikron-Untervariante BA.1 entdeckt, BA.2 hingegen lediglich 38-mal. Bei beiden handelt es sich um Omikron-Untervarianten, BA.2 ist nicht aus BA.1 entstanden, wie oft angenommen.

In Dänemark beträgt der Anteil des Subtyps dagegen schon fast 50 Prozent. Dies liegt auch daran, dass das Land deutlich mehr sequenziert, also die Reihenfolge der DNA-Bausteine im Blut untersucht. Daher verfügt Dänemark bereits über erste Erkenntnisse zum Verhalten von BA.2 beim Impfschutz.

Immunologe: Impfdaten zu Omikron-Subtyp „beruhigend“

Und diese Erkenntnisse geben Anlass zum Optimismus. So twitterte Carsten Watzl, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie zu den Daten: „Sieht beruhigend aus.“ Und der Infektiologe Leif Erik Sander von der Berliner Charité schrieb: „Schutz vor symptomatischen Infektionen ist nach Boosterimpfung bei den Sublinien BA.1 und BA.2 ersten Daten zufolge vergleichbar.“ Demnach scheinen sich die Befürchtungen, dass der Impfschutz bei BA.2 weniger gut wirken würde, nicht zu bestätigen. Auch bei der Krankheitsschwere scheint es keine größeren Unterschiede zu geben. Allerdings sind dies nur erste Daten, umfassende klinische Nachweise stehen noch aus.

Unterschiedliche Mutationen bei BA.1 und BA.2

Die beiden Omikron-Varianten sind größtenteils identisch und weisen 21 gleiche Mutationen am Spike-Protein auf. Darüber hinaus hat BA.1 weitere 12 und BA.2 zusätzliche 10 Mutationen. Dennoch schätzen Experten wie der Virologe Friedemann Weber die beiden Varianten ähnlich ein. Er rechne nicht damit, dass die Impfstoffe aufgrund der Veränderungen wirkungslos werden könnten, so Weber. Diese Einschätzung deckt sich mit den ersten Impfdaten, die nun zum Omikron-Subtyp BA.2 zur Verfügung stehen.