Tierisch gefährlich - Zecken bei Katzen & Hunden

Redaktion PraxisVITA

Igel

Kaum ein anderes Wildtier ist in unseren Gärten, auf Wiesen und Feldern so weit verbreitet: Experten schätzen, dass bis zu sechs Millionen Igel in Deutschland leben – doppelt so viele, wie die beiden Großstädte Hamburg und München zusammen an Einwohnern haben. Allerdings sollten Sie vermeiden einen Igel anzufassen, denn dummerweise treten die Nachtschwärmer nicht allein auf – im Stachelkleid eines einzigen Igels reisen durchschnittlich mehr als 1000 Flöhe, Milben und Zecken. Diese werden durch den Igel auch in unsere Gärten gebracht, wo die Zecken dann auf den Menschen übergehen können. Doch warum hat der Igel so viele Parasiten? Weil die Tiere sich nicht kratzen können – und daher keine Hautpflege betreiben. Was keineswegs heißen soll, dass Igel nicht willens sind, sich mit hygienischen Fragen auseinanderzusetzen: Sie pflegen durchaus einige Bräuche, die wohlwollende Forscher zumindest als Versuch werten, sich von Parasiten zu befreien. Das Ritual des Selbstbespuckens etwa, bei dem sie faules Fleisch ordentlich zerkauen, um sich anschließend unter allerhand merkwürdigen Verrenkungen den stinkenden Brei ins Stachelkleid zu prusten. Das hilft zwar nicht wirklich gegen bereits vorhandene Parasiten – aber möglicherweise hält der Gestank zusätzliche Plagegeister fern.

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