"Ich bin froh, dass ich zur Vorsorge gegangen bin" – Stefanie Wimbert hat ihre HPV-Infektion besiegt

Stefanie ist dank Vorsorge trotz HPV-Infektion wieder gesund
Vor drei Jahren entdeckten Ärzte bei Stefanie* (27) eine Infektion mit humanen Papillomviren. Heute ist sie wieder gesund © Fotolia

Der sogenannte Thin-Prep-Test stoppte das gefährliche HP-Virus, bevor sich ein Tumor am Gebärmutterhals entwickeln konnte. Gebärmutterhalskrebs ist nach Brustkrebs die zweithäufigste, krebsbedingte Todesursache bei Frauen im Alter von 25-45 Jahren.

Stefanie Wimbert* (27) aus Braunschweig hatte eine böse Vorahnung, als am Montagvormittag die Nummer ihrer Frauenärztin im Handy-Display aufleuchtete. Wie üblich hatte sie sich in der letzten Woche ein neues Pillen-Rezept geholt - und dabei den Routine-Abstrich vom Gebärmutterhals, den sogenannten PAP-Test (benannt nach dem griech. Arzt G. Papanicolaou), machen lassen.

"Die Ärztin würde gerne das Ergebnis des Tests mit Ihnen besprechen," erklärte ihr die Arzthelferin. Und so saß Stefanie Wimbert wenig später erneut bei Dr. Iris Schumacher.

 

Auch der zweite PAP-Test zur Früherkennung war positiv

"Es gibt Hinweise, dass Sie sich mit humanen Papillomviren (kurz: HPV) angesteckt haben", sagte die Ärztin. "Der Erreger spielt eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs. Doch für Panik besteht kein Grund", beruhigte sie sie. "In 80 Prozent der Fälle kann das körpereigene Immunsystem den Erreger problemlos besiegen. Das sollten wir aber im Auge behalten. "

Leider schlug nach einem halben Jahr der PAP-Test bei der Grafikerin erneut an. "Um mehr Sicherheit zu bekommen, schlug mir Frau Dr. Schumacher einen weiteren Abstrich vor", sagt die 27-Jährige. Der neue sogenannte Thin-Prep-Test ermöglicht den Ärzten eine genauere Diagnose der HPV-Erkrankung.

Dass Stefanie für die zusätzlichen Kosten (ca. 50 Euro) selber aufkommen musste, nahm sie gerne in Kauf. Das neue Ergebnis war eindeutiger. Die Zelluntersuchung ergab, dass Stefanie kurz davor war, an Krebs zu erkranken. Sie hatte sich mit zwei hochriskanten Virenstämmen infiziert.

Nach der mikroskopischen Untersuchung des Gebärmutterhalses riet die Ärztin ihr zur "Konisation", einem kleinen Eingriff unter Kurznarkose.

 

Stefanie ließ sich gegen HPV impfen

"Dabei wird die Mündung des weiblichen Gebärmutterhalses von der Scheide her kegelförmig ausgeschnitten", erklärte die Gynäkologin. "Dieser Eingriff ist relativ unkompliziert und tut nicht weh. Die meisten Patientinnen können noch am selben Tag nach Hause gehen." Tatsächlich dauerte die OP bei der 27-Jährigen gerade einmal 20 Minuten, Schmerzen hatte sie keine. Bereits nach 14 Tagen war alles gut verheilt. Dr. Schumacher riet ihrer Patientin, sich gegen HPV impfen zu lassen, um sich für die Zukunft zu schützen.

"So musste ich innerhalb von fünf Wochen nur noch drei kleine Nadelpikse überstehen", lächelt Stefanie Wimbert entspannt. "Und dann war das Thema humanes Papillomvirus und Gebärmutterhalskrebs für mich endgültig erledigt."

Die schönste Nachricht bekam die junge Frau bei der Nachkontrolle: Dank des frühzeitigen Eingriffs und der guten Heilung steht auch einer späteren Schwangerschaft nichts mehr im Weg.

Quelle: Mach mal Pause, 18/2012

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