Hüftschmerzen nach Sport: Vermeiden Sie 5 typische Fitness-Fehler

Fitness-Fehler beim Workout
Manche Fehler schleichen sich beim Workout immer wieder ein. Dazu gehören vor allem falsch ausgeführte Kniebeuge © Fotolia

Mit einfachen Übungen unterstützen Sie Ihre Hüfte und halten sie beweglich. Falsch ausgeführt, können jedoch starke Hüftschmerzen nach Sport die Folge sein. Praxisvita deckt die häufigsten Fitness-Fehler auf – und erklärt, wie man sie vermeidet.

 

Hüftschmerzen nach Sport treten häufig auf

Einer der häufigsten in Deutschland durchgeführten operativen Eingriffe ist die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks. Jedes Jahr gibt es rund 200 000 Hüft-Operationen. Auch immer mehr junge Menschen tragen Hüftprothesen, nachdem sie zunächst Hüftschmerzen nach Sport verspürten. Die Ursachen sind neben einem Verschleiß der Gelenke sowie verstärktem Alkoholkonsum vor allem die falsche Ausführung von Trainingseinheiten. Die häufigsten fünf Fitness-Fehler haben wir nachfolgend für Sie zusammengestellt.

 

Fehler 1: Seitliche Übungen vernachlässigen

Gehen, Sitzen, Fahren – die meisten Bewegungen, die wir im Alltag ausführen, sind linear. Das Problem: Dabei vernachlässigen wir seitliche Bewegungen. „Die meisten Leute denken einfach nicht daran, seitliche Bewegungen auszuführen“, betont Personaltrainer Sean De Wispelaere. Die Folge: Wir beanspruchen nur 50 Prozent des Bewegungsspektrums, zu dem unsere Hüfte fähig ist. Das ruft eine muskuläre Dysbalance hervor, einschließlich einer Schwächung der Muskeln in den Oberschenkeln und Armen. Bei einer abrupten seitlichen Bewegung, wie z.B. dem Ausrutschen auf dem Eis, ist der Körper dann nicht darauf eingestellt und Muskeln in der Hüfte, im Gesäß oder im unteren Rückenbereich können reißen. Hüftschmerzen nach Sport sind die Folge.

Die Lösung: Fahren sie drei Mal die Woche Inline-Skating oder benutzen Sie ein sogenanntes Slide Board. Beides macht nicht nur Spaß, sondern stärkt zusätzlich die Muskeln in der Hüfte.

 

Fehler 2: Falscher Ausfallschritt

Überprüfen Sie Ihren Ausfallschritt: Zeigt Ihr Knie nach innen zum großen Zeh, dann sollten Sie Ihre Haltung korrigieren. Diese Fehlstellung sorgt für eine Einwärtsdrehung der Hüfte (Innenrotation und sorgt so gut wie immer für Hüftschmerzen nach Sport. Im schlimmsten Fall kann die ständige Überbelastung des Gelenks eine Schleimbeutelentzündung (Bursitis) der Hüfte hervorrufen.

Die Lösung: Ausgangshaltung ist der hüftbreite Stand. Stellen Sie sich vor den Spiegel und korrigieren Sie den Beinabstand auf hüftbreit. Das hintere Knie geht beim Ausfallschritt so nah wie möglich Richtung Boden. Dabei muss das vordere Knie, dass den Ausfallschritt macht, aber immer gerade und im rechten Winkel (90 Grad Winkel ) bleiben. Wichtig: Überstrecken Sie das vordere Knie nicht.

 

Fehler 3: Nach vorn gestreckter Oberkörper während der Kniebeuge

Bewegt sich Ihr Körper während der Kniebeuge nach vorne und sacken gleichzeitig die Ellenbogen nach unten, ist es Ihnen nicht gelungen, einen Drehmoment in Hüfte und Schultern zu erzeugen oder es mangelt Ihnen an Bewegungsumfang in Schultern, Handgelenk, Hüfte und Sprunggelenk. Bei falscher Durchführung der Übung können erhebliche Schäden im Bereich der Lendenwirbelsäule entstehen. Dadurch kommt es auch zu Hüftschmerzen nach Sport.

Die Lösung: Lehnen Sie sich mit dem Rücken gegen eine Wand. Die Beine sind schulterbreit geöffnet und stehen fest auf dem Boden. Rutschen Sie nun so tief an der Wand entlang, bis Unter- und Oberschenkel einen rechten Winkel bilden. Halten Sie diese Position mindestens 30 Sekunden lang und gehen Sie wieder in die Ausgangsposition zurück. Wiederholen Sie diese Übung insgesamt fünf Mal.

Hüftschmerzen nach Sport
Um Hüftschmerzen nach Sport-Einheiten zu vermeiden, sollten Übungen wie die Kniebeuge unbedingt korrekt ausgeführt werden© Fotolia
 

Fehler 4: Herausgestreckter Po beim Planking

Der Po in der Luft ist eine Kompensationsbewegung des Körpers, wenn die Bauchmuskeln noch etwas zu schwach sind. Mit dem nach oben gestreckten Po nehmen wir die Spannung vom Bauch. Planks im Hohlkreuz verursachen Stress und Druck im Lendenwirbelbereich und somit mehr Schaden als Nutzen.

Die Lösung: Versuchen Sie Ihren Po bewusst tief zu halten. Wenn das kraftmäßig nicht mehr geht, machen Sie eine Pause.

 

Fehler 5: Sich beim Yoga überanstrengen

Ein fehlendes ausgeprägtes Körpergefühl und keine Anweisungen des Lehrers können bei manchen Übungen für eine falsche Haltung sorgen und Hüftschmerzen nach Sport verursachen. Diese kann bei Wiederholungen oder Vorschädigungen zu schlimmen Folgen führen. Möglich sind Muskelzerrungen, Sehnenansatzreizungen, Bänderdehnungen, Blockaden der kleinen Wirbelgelenke oder Hüftschmerzen. Auch Knorpel und Bandscheiben sind bei dauerhafter Fehlbelastung gefährdet.

Die Lösung: Lassen Sie von Ihrem Yoga-Lehrer stets überprüfen, ob Sie die Übungen korrekt ausführen. Wenn das der Fall ist, bleiben Sie in der Position, anstatt in eine schwierigere zu wechseln. Anders als in vielen Kraftsportarten geht es hier nicht darum, mit vollem Ehrgeiz den Körper an seine Belastungsgrenzen zu bringen.

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