HPV-Symptome: Am häufigsten sind Feigwarzen

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Je nach Virustyp sind die HPV-Symptome unterschiedlich. Manche Virus-Typen können an bestimmten Stellen am Körper wie Händen, Füßen und Gesicht zu ungefährlichen Hautwarzen (Papillome) führen.

Die häufigsten HPV-Symptome, die infolge einer HPV-Infektion auftreten sind Genitalwarzen, auch Feigwarzen oder Kondylome (Condylomata acuminata) genannt. In Deutschland sind bei schätzungsweise einem Prozent aller sexuell aktiven Menschen zwischen 15 und 45 Jahren Feigwarzen nachweisbar. Die Warzen entstehen erst Wochen oder Monate nach einer Infektion mit Niedrigrisiko-Typen wie HPV 6 und HPV 11. Zu Beginn machen sich Feigwarzen als spitze, kleine, stecknadelkopfgroße weißliche oder rötliche Knötchen bemerkbar. Sie treten sowohl einzeln als auch vermehrt auf und können unbehandelt zu blumenkohlartigen Gebilden heranwachsen. Besonders Stellen, die beim Geschlechtsverkehr  miteinander in Kontakt kommen, sind betroffen. Feuchtigkeit und Wärme fördern die Infektion:

  • After
  • inneren und äußeren Schamlippen sowie am Scheideneingang,
  • Eichel und Innenseite der Vorhaut
  • Penisschaft,
  • Öffnung der Harnröhre,
  • kleinen Wunden im Intimbereich.
 

HPV-Symptome: Feigwarzen

Feigwarzen als häufigstes der HPV-Symptome verursachen keine Schmerzen. An den betroffenen Hautstellen können aber leichter andere Infektionen durch Bakterien oder Pilze entstehen, die unter anderem Symptome wie Juckreiz oder Schwellungen verursachen.

HPV
Um eine Ansteckung und damit HPV-Symptome zu vermeiden, hilft neben einer Impfung nur Verhütung© iStock

Infektionen mit den HPV-Hochrisiko-Typen erhöhen das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Meistens ist das Immunsystem in der Lage, eine Infektion mit den Hochrisiko-HP-Viren zu bekämpfen. Die meisten Infektionen mit diesen HPV-Typen heilen innerhalb von 12 bis 24 Monaten aus. Es ist jedoch möglich, dass eine Infektion länger andauert, d. h. chronisch persistierend ist und die HPV-Symptome so länger anhalten. Die HP-Viren führen dann zu Gewebeveränderungen, aus denen sich über mehrere Jahre hinweg eine Krebserkrankung entwickeln kann. Dazu gehören:

  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom)
  • Scheidenkrebs
  • Peniskrebs
  • Analkrebs
  • Krebs im Mund- und Rachenbereich

Die häufigste Krebsart, die von HP-Viren verursacht wird, ist der Gebärmutterhalskrebs. Den meisten Fällen dieser Krebsart liegt eine Infektion mit HP-Viren zugrunde. Bei sieben von zehn Gebärmutterhalstumoren finden sich im Gewebe HP-Viren vom Typ HPV 16 und HPV 18.

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