Honig bringt Babys in Gefahr

Botulismus bei Babys durch Honig
Eltern dürfen Babykost auf keinen Fall mit Bienenhonig süßen, sonst droht eine schwere, lebensgefährliche Lebensmittelvergiftung © Fotolia

Botulismus ist eine schwere, lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung – ausgelöst durch Bakteriengifte. Bei einer Vergiftung werden die Muskeln gelähmt. Vor allem für Babys ist diese Form der Lebensmittelvergiftung höchst gefährlich. Man spricht in diesem Fall von dem sogannten Säuglingsbotulismus.

Bei vielen Müttern hält sich immer noch ein für Babys gefährlicher Irrtum: Sie glauben ihrem Kind etwas Gutes zu tun, wenn sie seinen Tee mit Bienenhonig süßen oder Brustwarzen beziehungsweise den Schnuller mit Honig bestreichen. Mediziner warnen dringend davor, Säuglingen im ersten Lebensjahr Bienenhonig zu geben. Im Honig sind Erreger, die bei den Kleinen eine gefährliche Lebensmittelvergiftung auslösen, den so genannten Botulismus.

Was ist Botulismus?

Vorsicht! Hier geht es um eine schwere, lebensbedrohliche Lebensmittelvergiftung. Das Gift Botulinumtoxin gehört zu den tödlichsten Stoffen, die in der Natur vorkommen. Es wird von einem Bakterium gebildet, das sich ohne Sauerstoff besonders gut entwickelt (zum Beispiel in Fleisch- oder Fischkonserven). Bei einer Vergiftung werden vor allem die Muskeln im Kopf- und Halsbereich gelähmt. Weitere Symptome: Übelkeit, Sehstörungen und schneller Herzschlag. Diese Zeichen treten zwischen 12 und 36 Stunden nach Verzehr des Giftes auf.

Bei Kindern, die Honig bekommen haben, finden sich im Kot Botulismus-Erreger (Clostridium botulinum). Und die sind für Säuglinge äußerst gefährlich. Schon kleine Mengen dieser für Erwachsene völlig ungefährlichen Keime führen zu einer Darmlähmung beim Säugling. Deshalb ist auch eine hartnäckige Verstopfung das erste Krankheitszeichen. Das Botulinumtoxin, das von den Bakterien gebildete Gift, gelangt in den Blutkreislauf und lähmt zunehmend alle Muskeln. Die Symptome reichen von der Schlucklähmung über Muskelschwächen in Armen und Beinen sowie einer Halteschwäche des Kopfes bis hin zur Atemlähmung. Wird die Krankheit nicht rechtzeitig erkannt, kann der Säugling sterben.

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