Honig als Wunderwaffe auf Brandwunden

Rasmus Cloes Medizinredakteur
Ein Glas mit Honig
Honig hilft dabei, Brandwunden schnell zu heilen © Fotolia

Forscher fanden heraus: Bei Brandwunden hilft nichts so gut wie Honig. Doch der wertvolle Naturstoff hat noch viele weitere Anwendungsgebiete.

Honig ist geradezu ein Wundermittel bei Verbrennungen. Zu diesem Ergebnis kommt die renommierte Cochrane Collaboration in einer Analyse von 26 Studien, an denen insgesamt 3011 Probanden teilnahmen.

Die Wissenschaftler untersuchten die Wirkung von Honig bei unterschiedlichen Hautverletzungen. Generell zeigte sich, dass er künstlich hergestellten Medikamenten wie Sprays oder Cremes mit dem Wirkstoff Silbersulfadiadzin oft ebenbürtig oder sogar überlegen ist.

Am deutlichsten zeigte sich das jedoch bei Verbrennungen: Wird Honig auf Brandwunden aufgetragen, heilen diese im Schnitt fünf Tage schneller, als bei allen verglichenen Methoden, wie zum Beispiel Pflaster aus medizinischen Kunstharzen.

Brandwunde
Honig auf Brandwunden ist ein natürliches und wirksames Mittel bei leichten Verbrennungen, das Entzündungen vorbeugt und die Wundheilung beschleunigt© iStock/Plougmann

Dies trifft vor allem bei mittelschweren Brandwunden, den Verbrennungen zweiten Grades, zu, bei denen nur die oberen Hautschichten betroffen sind.

Die stark antibakterielle Wirkung von Honig unterstützt die Wundheilung bei einer Verbrennung. Der natürliche Stoff entzieht den Bakterien Wasser, woraufhin sie absterben. Aufgrund eines im Honig enthaltenen Enzyms, das in desinfizierendes Wasserstoffperoxid umgewandelt wird, ist es ratsam, Honig auf Brandwunden aufzutragen, um Entzündungen vorzubeugen.

 

Doch Honig hat noch viele weitere wichtige Anwendungsgebiete:

Er kann die Atemwege befreien.

Den Magen schützen.

Die Abwehrkräfte stärken.

Den Cholesterinspiegel senken.

Und hilft der Gesundheit auf viele weitere Weisen.

 
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