Homöopathie bei chronischen Schmerzen: „Oft braucht der Organismus sanfte Unterstützung“

Birgit Lueg (65) lernte schon als junge Frau, der Selbstheilungskraft ihres Körpers zu vertrauen.

umgekippte Globuliflasche und Blüten
Homöopathische Mittel können eingesetzt werden, um Schmerzen zu lindern Foto: iStock/Thomas Francois

Wie gut homöopathische Arzneimittel wirken können, weiß Birgit Lueg aus eigener, jahrelanger Erfahrung.

Welche Beschwerden hatte ich?

Britt Lueg
Die Rentnerin aus Freiburg setzt sowohl auf die Schulmedizin als auch auf Homöopathie Foto: Privat

Ich leide an Fibromyalgie, einer chronischen Schmerzerkrankung. Zwar habe ich die Diagnose erst vor zwölf Jahren erhalten, doch rückblickend kann ich sagen, dass die ersten Symptome bereits lange vorher aufgetreten sind.

Wie kam ich auf die Homöopathie?

Ich hatte großes Glück: Schon als junge Frau hatte ich einen Schulmediziner, der sich mit Homöopathie gut auskannte und nicht sofort zur chemischen Keule griff. Als meine Kinder geboren wurden, ist er zu unserem Familienarzt geworden.

Homöopathie-Experte Dr. Markus Wiesenauer, Allgemeinmediziner, empfiehlt:

Arnica ist nicht nur ein Akutmittel zur Wundheilung, das die Folgen einer Verletzung lindert, sondern es wird auch bei Muskel- und Sehnenschmerzen wie sie für Fibromyalgie typisch sind, längerfristig eingesetzt. Belladonna ist ein klassisches Arzneimittel zur Behandlung akuter schmerzhafter Entzündungen, wie sie typischerweise schubweise bei Fibromyalgie auftreten.

Dosierung: Arnica D 6, 3-mal tägl. 5 Globuli sowie Belladonna D 6, 5-6-mal täglich 5 Globuli einige Tage lang bei akuten Schmerzen.

Welche Mittel haben mir geholfen?

Wenn die Schmerzen sehr stark sind, muss ich auch mal chemisch-synthetische Medikamente nehmen, aber häufig bekomme ich sie mit Wärme, Ruhe und leichter Bewegung in den Griff. In unserer Hausapotheke sind zum Beispiel Arnica, Belladonna, Rhus toxicodendron und viele mehr. Auch unseren Kindern helfen diese homöopathischen Mittel, die natürlich auf die Person und ihre Konstitution abgestimmt sein müssen. Als ich vor einiger Zeit als Folge einer Rosazea entzündete Augenlider hatte, hat meine Ärztin mir Lachesis in höherer Potenz verordnet. In den nachfolgenden Tagen war die Entzündung verschwunden. Ich hatte Glück, das Mittel hat auf Anhieb zu hundert Prozent gepasst. Das sollte man unbedingt beachten: keine Selbstmedikation ohne fach- und sachkundige Begleitung!

„Wer heilt, hat recht.“

Wie habe ich mich mit der Therapie gefühlt?

Ich bin froh, dass ich mich meistens gut auf mein Gespür verlassen kann. Viele Dinge heilt der Organismus ja aus eigener Kraft. Dabei kann man ihn gut unterstützen, zum Beispiel durch gesunde Ernährung und Bewegung. Als Familie waren wir früher, so oft es ging, in der Natur. Und ich habe früh die Erfahrung gemacht – bei mir selbst und bei den Kindern –, dass auch homöopathische Mittel die Selbstheilung des Körpers unterstützen. Denn die Homöopathie ist eine ganzheitliche Methode, sie nimmt den gesamten Menschen in den Blick. Was für mich immer sehr wichtig war: einen Arzt oder Heilpraktiker zu haben, dem ich vertraue und der sich sowohl mit schulmedizinischen als auch mit naturheilkundlichen Verfahren auskennt.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte

Haben Sie auch gute Erfahrungen mit der homöopathischen Heil- methode gemacht? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns davon berichten! Schreiben Sie uns an: meinegeschichte@bauermedia.com

Text aus: Bella 17/21