Homöopathie bei Tieren

Homöopathie bei Tieren
Die Anwendung homöopathischer Arzneimittel bei Tieren hat in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an Bedeutung gewonnen © alamy

Deutschland ist ein Land der Tierfreunde – mehr als 30 Millionen Haustiere leben allein in unseren Haushalten. Und die Besitzer legen immer Wert auf eine sanfte Medizin mit natürlichen Arzneien für ihren kleinen oder großen Liebling.

Mehr als 200 Tierärzte tragen in Deutschland bereits die Zusatzbezeichnung „Homöopath“ im Titel. Und auch die Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln, wie etwa die Deutsche Homöopathie-Union (DHU), verzeichnen immer größere Absatzzahlen für die Behandlung von Tieren. Anlässlich des heutigen „Liebe-Dein-Haustier-Tages“ beantworten unsere Experten alle wichtigen Fragen zu diesem Thema.

 

Wie gut wirkt Homöopathie bei Tieren?

Zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten haben bereits belegt, dass homöopathische Arzneien eine Heilwirkung bei Tieren haben. „Sie eignen sich sowohl für Kleintiere, als auch für Großtiere“, bestätigt Tierärztin Dr. Thurid Schott.

Veterinäre haben in den vergangenen Jahren viele Erfahrungswerte gesammelt und berichten häufig davon, dass Tiere Globuli sehr gut vertragen und diese leichter zu verabreichen seien als Tabletten.

 

Bei welchen Beschwerden sind homöopathische Mittel sinnvoll?

Bei Verletzungen durch Prellungen, Stürze oder Stöße hilft Arnika D6 am besten. Schnittverletzungen an den Pfoten, etwa durch Glasscherben, heilen besser mit Staphisagria D6. Bei Krallenverletzungen, die oft sehr schmerzhaft sind, kommt Hypericum D6 zum Einsatz. Sollten Bisswunden vorliegen, raten Tier-Homöopathen zu Ledum D6, das sich auch bei Zeckenbissen bewährt hat. Diese Mittel gehören in jede homöopathische Hausapotheke für Tiere.

Außerdem können homöopathische Arzneien Haustier- und Pferdebesitzern bei Zucht von Nachkommen unterstützen, indem sie sich positiv auf die Funktion der Eierstöcke auswirken.

Liebe-dein-Haustier-Tag
Der 20. Februar steht ganz im Zeichen der Haustiere, denn heute wird der Liebe-Dein-Haustier-Tag gefeiert© Fotolia
 

Können mit homöopathischen Arzneien auch typische Altersbeschwerden gelindert werden?

Ja. Sowohl Pferde als auch die meisten Haustiere erreichen ein Alter, in dem Herzprobleme, Arhtrose und Durchblutungsstörungen fast zwangsläufig auftreten. Eine häufige Folge: Hörprobleme. In solchen Fällen kann Homöopathie ein Fortschreiten der Symptome verlangsamen. Für das Herz gibt es den Weißdorn-Extrakt Crataegus D2, für gesunde Gelenke Rhus Toxicodendron D6 und für die Durchblutung und damit auch eine bessere Hörleistung hält die Homöopathie-Apotheke einen Ginkgo-Extrakt bereit.

 

Sollte die Behandlung immer durch einen Tierarzt erfolgen?

Bei tiefen, großflächigen Verletzungen oder wenn das Allgemeinbefinden der Tiere gestört ist, beispielsweise durch Fieber oder apathisches Herumliegen, sollten Haustierhalter mit ihrem Tier einen Tierarzt aufsuchen. Bei kleineren Verletzungen und harmloseren Beschwerden „kann man eigentlich die Tiere sehr gut selbst behandeln“, sagt Dr. Thurid Schott.

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