Homöopathie für Kinder: „Nichts ist so wirksam wie die Erfahrung“

Vor 15 Jahren entdeckte Andrea Maurer (37) die Homöopathie für sich. Mittlerweile ist sie mit ihrer umfangreichen Haus- und Reiseapotheke für fast jede Lebenslage gewappnet.

Mutter legt die Hand auf die Stirn ihres erkälteten Kinds
Auch Kinder können bei Erkältungen mit homöopathischen Mitteln unterstützt werden Foto: iStock/Wavebreakmedia
Andrea Maurer
Andrea Maurer setzt auch bei der Gesundheit ihrer Kinder auf homöopathische Mittel Foto: privat

Ob daheim oder auf Reisen: Erkältungen mit Fieber, aufgeschlagene Knie sowie Insektenstiche behandelt Andrea Maurer zuallererst auf sanfte Weise, bevor schulmedizinische Mittel zum Einsatz kommen. Uns hat sie verraten, wie sie sich und ihre Kinder bei Kräften hält.

Wie kam ich auf die Homöopathie?

Da chemisch-synthetische Arzneien nicht selten mit Nebenwirkungen einhergehen, begab ich mich bereits als junge Erwachsene auf die Suche nach einer schonenderen, natürlichen Heilkunde – und kam so zur Homöopathie. Wann immer sich bei meinen Kindern oder mir Beschwerden anbahnen, greifen wir in erster Linie auf homöopathische Mittel zurück. Sie helfen uns zuverlässig und schnell. Das ist mir vor allem für die Kleinen wichtig.

„Die Natur ist der älteste Arzt/die älteste Ärztin, den/die wir kennen.“

Welche Beschwerden traten auf?

Ich erinnere mich an einen Sommer, in dem eines meiner Kinder heftige Zahnungsbeschwerden hatte. Es bekam plötzlich recht hohes Fieber, weinte viel, schlief nachts schlecht. Mit Belladonna konnten wir das Fieber senken. Außerdem habe ich ihm Chamomilla gegeben, das ihm schon zuvor geholfen hatte, wenn es sehr unruhig war. Und tatsächlich besserte sich sein Zustand schon kurze Zeit, nachdem ich ihm die Globuli gegeben hatte. Chamomilla haben wir deshalb auch im Urlaub immer dabei, ebenso wie zum Beispiel Apis, das starken Juckreiz nach Insektenstichen lindert. Seit der Geburt meiner Kinder sind wir stets mit einer umfassenden homöopathischen Haus- und Reiseapotheke ausgestattet.

2 Fragen an den Homöopathie-Experten Dr. Ulf Riker, Allgemeinmediziner aus München

Wie findet ein Homöopath das passende Mittel für seine Patienten?

Dr. Ulf Riker: "Ein wichtiger Teil der homöopathischen Behandlung ist die geschulte Anamnese. Dabei erfasst der Homöopath die Krankheitsgeschichte des Patienten und hilft ihm bei der möglichst präzisen Beschreibung seiner Symptome. Anhand des Beschwerdebilds kann der behandelnde Homöopath dann die passende Arzneiwahl treffen."

Kann ich mich homöopathisch selbst behandeln?

"Ja, eine Selbstbehandlung ist bei einfachen Akuterkrankungen möglich. Idealerweise erfolgt die Selbstmedikation jedoch unter kompetenter Begleitung. Bei allen Beschwerden, die über eine einfache Akuterkrankung hinausgehen, sollten unbedingt immer homöopathisch qualifizierte Ärztinnen und Ärzte zu Rate gezogen werden, um neben Arzneiwahl auch Potenz und Dosierung auf den jeweiligen Patienten abstimmen zu können."

Was haben mich meine Erfahrungen gelehrt?

Ich persönlich habe gelernt, dass homöopathische Arzneimittel für mich eine effektive und sanfte Ergänzung zur Schulmedizin sind. Bei geschulter Beobachtung und mit ausreichend Erfahrung ist es so möglich, beides optimal miteinander zu kombinieren.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte

Haben Sie auch gute Erfahrungen mit der homöopathischen Heilmethode gemacht? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns davon berichten! Schreiben Sie uns an: meinegeschichte@bauermedia.com

Text aus: Maxi 06/22