Homeoffice wegen Corona: Schwache Blase droht!

Gaby Scheib

Mediziner warnen: Aktuell befinden sich viele Menschen im Homeoffice wegen Corona – und das kann zu einer schwache Blase führen. Warum das so ist und was man dagegen tun kann.

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Inhalt
  1. Das Zuhause lädt zum Pinkeln ein
  2. Wie Homeoffice wegen Corona eine schwache Blase fördert
  3. Was ist eine überaktive Blase und was kann man dagegen tun?
 

Das Zuhause lädt zum Pinkeln ein

Ob es am vermehrten Trinken liegt? Oder an der gewohnten Umgebung, die entspannend wirkt? Oder einfach daran, dass man sich ohne Kollegen unbeobachtet fühlt? Jedenfalls befinden sich derzeit viele im Homeoffice wegen Corona – und nutzen die Zeit offenbar öfter für Toilettengänge als im Büro. Medizinern zufolge kann das unschöne Folgen für die Gesundheit haben: Es droht die sogenannte „Working from home bladder“ – oder auf Deutsch die Homeoffice-Blase.

Eine Frau sitzt im Homeoffice.
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Wie Homeoffice wegen Corona eine schwache Blase fördert

Vor Corona, als die meisten von uns bei der Arbeit und aktiver waren, haben wir den Urin eher stundenlang angehalten, bevor wir zur Toilette gegangen sind. Konzentriertes Arbeiten, Telefongespräche, Meetings, der weite Weg zur Toilette – es gibt viele Gründe, den Toilettengang aufzuschieben. 
Jetzt, wo viele im Homeoffice arbeiten und auch sonst deutlich mehr Zeit zu Hause verbringen, ist das Gegenteil der Fall: Wir gehen öfter aufs stille Örtchen. Und es scheint, als würde das die Blase schwächen: Durch das häufige Entleeren gewöhnt sich die Blase daran, immer weniger Urin zu halten – und schrumpft stetig, wie ein Ballon. In der Folge wird sie empfindlicher und sendet früher „Harndrang“ an das Gehirn. Es entsteht das „Overactive Bladder Syndrome“, die überaktive Blase.

Krankheiten & Behandlung Reizblase

 

Was ist eine überaktive Blase und was kann man dagegen tun?

Bei einer überaktiven Blase, auch Reizblase genannt, besteht ein übermäßig starker Harndrang – man muss häufiger auf Toilette als normal. Etwa sechs Millionen Deutsche leiden darunter, Frauen wie Männer. Mit zunehmendem Alter nimmt auch die Häufigkeit zu. Und das kann die Lebensqualität sehr beeinflussen.
Die gute Nachricht: Die Blase lässt sich trainieren, so dass sich die Frequenz der Toilettenbesuche wieder auf einem durchschnittlichen Level einpendelt  – etwa alle drei Stunden oder vier bis sieben Mal am Tag. 

• Die Beckenbodenmuskulatur durch Übungen stärken, so dass der Urin besser gehalten werden kann.
• Zwei bis drei Liter Wasser am Tag trinken – das trainieren die Blasenmuskulatur und verdünnt den Urin.
• Alle Toilettengänge zum Pinkeln notieren, um eine Übersicht zu bekommen.
• Einsetzenden Harndrang möglichst 15 Minuten aushalten und dies immer weiter ausbauen – Ziel ist es, nur alle drei Stunden auf Toilette zu gehen.

Hochkonzentrierter Urin und auch zu langes Anhalten sorgen allerdings für zusätzlichen Stress für die Blase und können zu weiteren gesundheitlichen Problemen, zum Beispiel Infektionen, führen. Es ist wichtig, auf seinen eigenen Körper zu hören – ist der Harndrang normal häufig, sollte man ihm nachgeben. Kommt es jedoch im Homeoffice wegen Corona zu einer schwachen Blase, kann ein Training durchaus sinnvoll sein.

Trüber Urin
Symptome & Beschwerden Trüber Urin - ein Warnsignal beim Harnwegsinfekt
 

Quellen:

Bladder habits while working from home in: onetherapy.com
Überaktive Blase in: ukaachen.de
Wie funktioniert ein Blasentraining? in: gesundheitsinformation.de

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