Homeoffice wegen Corona: Die 5 besten Tipps für den neuen Alltag

Miriam Mueller-Stahl Medizinredakteurin

Aufgrund der Corona-Pandemie arbeiten viele von uns nun im Homeoffice statt im Büro. Diese Umstellung fällt nicht jedem leicht. Diese fünf Tipps können helfen, sich an den neuen Alltag zu gewöhnen.

Eine Frau sitzt im Homeoffice.
Foto:  iStock/golibo

Als Schutz ihrer Mitarbeiter vor der Corona-Pandemie schicken viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice. Was zunächst wie ein Segen klingt, da der lästige Weg ins Büro wegfällt, kann aber auch schnell zum Problem werden. Schließlich entfällt die räumliche Distanz zwischen Arbeit und Zuhause. Diese Tipps können helfen, den neuen Alltag zu meistern.

 

1. Abstand von der Arbeit im Homeoffice herstellen

Die Verlockung ist groß: Ist der Computer immer in Reichweite, könnte man abends ja kurz noch einmal die Mails checken oder noch schnell etwas erledigen, was im normalen Arbeitsalltag schon lange liegen geblieben ist. Dadurch entsteht jedoch ein gefährlicher Kreislauf: Wir sind permanent mit unserem Job beschäftigt und machen ständig Überstunden.

Das hilft: Den Laptop nach Fierabend an einen Ort stellen, wo man ihn nicht im Blickfeld hat. Wenn einem noch etwas Wichtiges einfällt, hilft es zudem oft schon, dies einfach nur zu notieren. So kann der Kopf entspannen. 

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2. Feste Essenszeiten trotz Homeoffice einplanen

Fehlt die räumliche Distanz zwischen der Arbeit und Zuhause, kann es schnell passieren, dass wir direkt nach dem Aufstehen mit der Arbeit beginnen und das Frühstück ausfallen lassen. Ist der Computer erst einmal an, schaffen wir es oft vor Stress nicht mehr, kurz nebenbei zu essen. Dies kann aber zu Konzentrations- und Kreislaufproblemen sowie Heißhunger führen.

Umso wichtiger ist es, mit einem nährstoffhaltigen Frühstück in den Tag zu starten und sich erst danach an den Schreibtisch zu setzen. Auch eine feste Mittagspause sollte jeder, auch im Homeoffice, einplanen.

 

3. Regelmäßige Telefonate oder Videocalls mit den Kollegen

Die größte Herausforderung durch die Arbeitsverlegung ins Homeoffice ist die veränderte Kommunikationsform mit den Kollegen. Statt kurzen Gesprächen werden alle Anliegen nun per Mail oder über Messenger-Dienste besprochen. Die schriftliche Kommunikation ist ideal für kurze Anliegen, bei komplexeren Themen kann es jedoch schnell zu Missverständnissen kommen.

Daher ist es ratsam bei komplexeren Themen auf direkte Kommunikation zu setzen. Denn das Problem ist durch ein kurzes Telefonat meist schnell gelöst. Wer die Möglichkeit zu Videocalls hat, sollte diese ebenfalls nutzen. Diese Kommunikationsform wirkt auch dem Gefühl der Isolation entgegen.

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4. Körper und Geist mit frischer Luft versorgen

Der Weg zur Arbeit und der Gang ins Restaurant während der Mittagspause fallen durch die Corona-Maßnahmen weg. Arbeitnehmern im Homeoffice fehlt dadurch die frische Luft, die sie durch das Zurücklegen ihrer Arbeitswege normalerweise automatisch einatmen.

Umso wichtiger ist es den Körper regelmäßig mit frischem Sauerstoff zu versorgen. Wer einen Balkon oder einen Garten hat, sollte zwischendurch ein paar Minuten dort verweilen. Wem diese Möglichkeiten nicht zur Verfügung stehen, der sollte zumindest häufiger stoßlüften, um dem Körper frische Luft zuzuführen. Zusätzlich hilft es, einmal am Tag einen Spaziergang zu unternehmen – ob in der Mittagspause oder nach Feierabend.

 

5. Bewegung und Entspannungsübungen als Ausgleich zum Homeoffice in Corona-Zeiten

Ebenfalls eine große Herausforderung im Homeoffice ist es, für ausreichende Bewegung zu sorgen. Wer nur zwischen unbequemem Küchenstuhl während der Arbeitszeit und Couch am Feierabend wechselt, klagt schnell über Rückenschmerzen und Nackenverspannungen.

Sportliche Betätigung Im Fitnessstudio oder im Sportverein ist derzeit nicht mehr möglich. Aber es gibt Alternativen: Ob Krafttraining mit Hanteln oder ein Online-Yoga-Kurs in den eigenen vier Wänden - probieren Sie aus, was Ihnen am meisten Spaß bringt. Viele Online-Fitness-Apps bieten jetzt ihren eigentlich kostenpflichtigen Online-Kurs-Programme gratis an. Da es derzeit noch keine bundesweite Ausgangssperre gibt, ist draußen Joggen außerdem eine perfekte Alternative zum Laufband - und die Lungen werden zugleich mit einer Extraportion Sauerstoff versorgt.

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Entspannungsübungen, wie Meditation, Tai Chi oder Autogenes Training, helfen zudem physische und psychische Anspannungen zu lösen.

Mit diesen Tipps kann es gelingen, während der Corona-Krise im Homeoffice zu arbeiten und den Balanceakt zwischen Arbeit und Feierabend an einem Ort zu meistern.

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