HIV: Symptome

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Symptome
  3. 3. Ursachen
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Eine HIV-Infektion lässt sich in drei Stadien (A, B, C) einteilen, in denen unterschiedliche Symptome auftreten.

Nach einer Infektion mit HIV treten innerhalb von einer bis sechs Wochen die ersten HIV-Symptome auf, in der Medizin ist dann von einer akuten HIV-Infektion die Rede.

 

Mögliche frühe HIV-Symptome

Fieber ist Symptom bei HIV-Infektion
Fieber ist eines der ersten HIV-Symptome und kann bereits nach einer bis sechs Wochen nach Infektion mit dem HI-Virus auftreten© Fotolia

In der Regel schließt daran die sogenannte Latenzphase an. Sie dauert durchschnittlich zehn Jahre und verläuft zwar symptomlos, dennoch vermehren sich die HI-Viren in dieser Zeit weiterhin und zerstören die Zellen des Immunsystems.

Durch den zunehmenden Verlust der Abwehrzellen ist der Körper anfälliger gegenüber Krankheitserregern. Im Stadium B einer HIV-Infektion treten vermehrt auch unspezifische HIV-Symptome auf.

 

Unspezifische HIV-Symptome

  • Fieber mit über 38,5 °C
  • chronischer Durchfall, der länger als einen Monat andauert
  • Herpes-Infektionen
  • Zerstörung der Blutplättchen (sog. idiopathische thrombozytopenische Purpura)
  • Gürtelrose
  • Pilzinfektionen im Mundraum
  • weißliche Beläge am Zungenrand (sog. orale Haarleukoplakie)
  • Entzündungen des weiblichen kleinen Beckens
  • Erkrankungen des peripheren Nervensystems (sog. HIV-assoziierte periphere Neuropathie)
  • Infektionen durch bestimmte Bakterien (z. B. die sog. Listeriose)

Im Laufe einer HIV-Infektion kann schließlich das gesamte Immunsystems zum Erliegen kommen. Dieses Stadium C der Krankheit wird als AIDS bezeichnet. Symptome dieser Phase sind sogenannte AIDS-definierende Krankheiten (auch AIDS-Indikatorkrankheiten) wie:

  • Wasting-Sydrom: starker Gewichtsverlust und chronische Durchfälle oder Fieber und Abgeschlagenheit
  • HIV-assoziierte Enzephalopathie (HIVE): Entzündungen mit Zerstörung des zentralen Nervensystems
  • bösartige Tumorerkrankungen (z. B. das sog. Kaposi-Sarkom oder Non-Hodgkin-Lymphome)

Zudem treten in dieser Phase aufgrund des geschwächten Immunsystems vermehrt Infektionen durch Bakterien, Pilze und Viren auf, da der Körper diesen schutzlos ausgeliefert ist (sog. opportunistische Infektionen).

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