HIV: Diagnose

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Symptome
  3. 3. Ursachen
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei HIV ist eine frühzeitige Diagnose wichtig, um gegebenenfalls rasch mit einer medikamentösen Behandlung zu beginnen. Die HIV-Diagnose erfolgt mithilfe einer Blutuntersuchung.

Rund zwei bis zehn Wochen nach einer Infektion kann ein HIV-Test im Blut spezielle Stoffe nachweisen, die der Körper gegen das HI-Virus gebildet hat (sog. Antikörper). Der Nachweis erfolgt in zwei Schritten: Zuerst wird bei einem HIV-Test zur HIV-Diagnose der sogenannte ELISA-Test (Enzyme-linked Immunosorbent Assay) im Labor durchgeführt. Dieser weist Antikörper nach, die der Körper gegen das HI-Virus gebildet hat. Der Test ist sehr genau, wird aber bei einem positivem Befund zusammen mit einem weiteren Test kombiniert: einem sogenannten Western-Blot. Auch dieser Test weist die Antikörper gegen das HI-Virus nach und dient zur Bestätigung des ELISA-Tests. Sind beide Tests positiv, liegt eine HIV-Infektion vor und es ist einem „positiven“ Befund die Rede.

Blutuntersuchung weist HI-Virus nach
Mithilfe einer Blutuntersuchung wird das HI-Virus über die typischen Anti-Körper indirekt nachgewiesen© Fotolia

Können drei Monate nach einer möglichen Ansteckung keine Antikörper im Blut nachgewiesen werden, kann eine HIV-Infektion mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden. Um wirklich sicher herauszufinden, ob es bei einem Risikokontakt (z. B. ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit einer fremden Person) zu einer Ansteckung mit HIV gekommen ist, müssen Sie also mit dem HIV-Test drei Monate warten. Erst nach diesem sogenannten diagnostischen Fenster ist das Testergebnis eindeutig.

Zur HIV-Diagnose eignet sich auch ein sogenannter PCR-Test (Polymerase-Kettenreaktion), der eine HIV-Infektion nach einem kürzeren Zeitraum als das ELISA-Verfahren nachweisen kann. Er weist nicht Antikörper gegen das Virus nach, sondern Bestandteile des Erbguts des Virus. Dieser dient neben der HIV-Diagnose auch zur Überwachung der HIV-Therapie und zur Untersuchung von Blutkonserven.

Nach der HIV-Diagnose wird zusätzlich die Anzahl der CD-4-Zellen (T-Helferlymphozyten) bestimmt, um das Ausmaß der Immunschwäche zu bestimmen und die HIV-Infektion in eines der drei Stadien einzuteilen.

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