HIV: Behandlung

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Symptome
  3. 3. Ursachen
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Je früher eine Infektion diagnostiziert und die HIV-Behandlung begonnen wird, desto günstiger ist die Prognose. Denn eine HIV-Infektion bzw. AIDS sind noch nicht heilbar – dank der Fortschritte in der Medizin gibt es jedoch Medikamente, welche den Krankheitsverlauf hinauszögern und die Lebenserwartung deutlich erhöhen. Die HIV-Behandlung zielt darauf ab, die Krankheitssymptome zu mindern und den Ausbruch von AIDS so lange wie möglich hinauszuzögern.

Eine HIV-Behandlung muss nicht sofort beginnen. Sie richtet sich bei jedem Patienten individuell nach dem Zustand des Immunsystems: So ist entscheidend, ob noch genügend CD-4-Zellen im Körper vorhanden sind und das körpereigene Abwehrsystem noch intakt ist. Wichtig ist auch, dass noch keine Symptome auftreten. Bei der HIV-Therapie werden bestimmte Medikamente (sog. antiretrovirale Medikamente) kombiniert eingesetzt, die eine Virusvermehrung hemmen und das Fortschreiten der Immunschwäche möglichst lange hinauszögern. Die Therapie wird abgekürzt als HAART (hochaktive antiretrovirale Therapie) bezeichnet und muss lebenslang und ohne Unterbrechung fortgeführt werden.

Bei der HAART handelt es sich um eine sogenannte Kombinationstherapie, bei der mindestens drei verschiedene Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Grund dafür ist, dass sich die Erbinformation und somit auch die Oberfläche, also die Hülle des HI-Virus, verändern können. Das Virus kann dadurch resistent gegen einen eingesetzten Wirkstoff werden. Durch die Kombination verschiedener Wirkstoffe, die das Virus auf verschiedenen Wegen angreifen, soll dies verhindert werden. Der Erfolg einer HIV-Behandlung wird regelmäßig kontrolliert, in dem die Virusmenge im Blut gemessen wird. Die HIV-Therapie und die Wahl der Medikamente richten sich zudem danach, ob bereits andere (opportunistische) Krankheiten auftreten. Dann müssen diese behandelt und mögliche Wechselwirkungen der Medikamente berücksichtigt werden.

Wichtig bei einer HIV-Behandlung ist eine gesunde Lebensführung, um das Immunsystem nicht noch zusätzlich zu schwächen. So sollten Patienten zum Beispiel nicht rauchen und sich gesund ernähren. Empfohlen sind auch Impfungen, die bestimmen Infektionskrankheiten vorbeugen können.

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