Hitzschlag und Sonnenstich: Die Ursachen sind unterschiedlich

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einem Hitzschlag liegen die Ursachen in einer gestörten Wärmeregulation des Körpers. Der Mensch hat normalerweise eine konstante Körpertemperatur zwischen 36 und 37 Grad Celsius.

Bei Hitze oder Kälte verfügt der menschliche Körper über verschiedene Mechanismen, um die Körpertemperatur bei einer wechselnden Umgebungstemperatur konstant zu halten. Bei anstrengenden körperlichen Aktivitäten oder Hitze geschieht dies zum Beispiel durch die Erweiterung der Blutgefäße und die Schweißproduktion. Der Schweiß verdunstet auf der Haut und kühlt so den Körper ab. Bei einem Hitzschlag ist der Körper jedoch nicht in der Lage, bei hohen Umgebungstemperaturen genügend Wärme abzugeben und den Körper zu kühlen. Es entsteht ein Wärmestau und der Körper überhitzt (Hyperthermie). Die Schweißproduktion fällt aus, wodurch die Haut heiß und trocken ist. Als Folge der Überhitzung steigt bei einem Hitzschlag die Körpertemperatur plötzlich auf über 40 Grad Celsius an, Lebensgefahr besteht ab Werten von über 41 Grad Celsius. Von einem Hitzschlag besonders gefährdet sind ältere und chronisch kranke Menschen.

 

Risikofaktoren, die einen Hitzschlag begünstigen:

  • starke körperliche Belastung bei hohen Temperaturen
  • falsche, unangemessene Kleidung
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • geringer Luftstrom
  • Aufenthalt in großen Menschenmassen bei hohen Temperaturen
  • Alkohol- und Drogenkonsum

Ein Sonnenstich (Insolation) hat andere, aber ähnliche Ursachen: Er entsteht durch direkte, starke Sonneneinstrahlung über eine längere Zeit auf den ungeschützten Kopf und den Nacken. Da das menschliche Gehirn wärmeempfindlich ist, führt die direkte Strahlung auf den ungeschützten Kopf zu einem erhöhten Blutstrom im Kopf (da sich die Blutgefäße erweitern) und reizt dadurch die Hirnhäute (Meningen). Im Gegensatz zum Hitzschlag ist also nicht der ganze Körper betroffen, sondern nur der Kopf. Von einem Sonnenstich besonders gefährdet sind Säuglinge, Kleinkinder sowie Menschen mit wenig Kopfbehaarung.

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