Hitzepickel: Hitzeausschlag erkennen und richtig behandeln

Stephanie Pingel Medizinredakteurin

Hitzepickel jucken und treten besonders bei Kleinkindern auf. Grund für den Hitzeausschlag ist starkes Schwitzen, bei dem der Schweiß nicht verdunsten kann. Mit diesen Tipps können Sie die lästigen Hitzepickel behandeln und vorbeugen.

 

Hitzepickel: Wie entsteht ein Hitzeausschlag?

Hitzepickel sind juckende Hitzebläschen, die ein Symptom eines Hitzeausschlages sind, auch Miliaria genannt. Der Hitzeausschlag entsteht, wenn man vermehrt schwitzt, dieser Schweiß aber nicht abfließen kann. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn sehr enge oder atmungsinaktive Kleidung getragen wird. Ohne die Verdunstung gibt es einen Rückstau in den Schweißdrüsen, wodurch diese verstopft werden. Die Folge: Hitzepickel auf der Haut, die sowohl jucken als auch brennen und Schwellungen hervorrufen können. 

Übrigens: Hitzepickel werden auch „Hitzepöckchen“, „Hitzebläschen" und „Schweißpickel“ genannt.

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Wie sehen Hitzepickel aus? Daran erkennen Sie sie!

Hitzepickel lassen sich von normalen Pickeln anhand verschiedener Merkmale unterscheiden. So sind Hitzepickel hell bis milchig und mit Flüssigkeit gefüllt. Zudem werden sie etwa hirsekerngroß und können sowohl direkt auf der Oberfläche als auch tief in der Haut entstehen. In manchen Fällen kommt es auch zu kleinen Knötchen (Papeln), die starke Entzündungen hervorrufen können. Schweißpickel heilen in der Regel von allein ab, wenn die Haut trocken gehalten und richtig behandelt wird.

 

Kleinkinder sind besonders von Hitzebläschen betroffen

Säuglinge und Kleinkinder leiden am häufigsten unter einem Hitzeausschlag. Viele Eltern ziehen ihr Kind zu warm an, wodurch sich die Hitze auf der Haut staut. Aber auch Erwachsene können Hitzepöckchen bekommen – zu enge und warme Kleidung spielt in diesen Fällen ebenfalls eine Rolle. Der Ausschlag kann generell an allen Körperteilen auftreten. Doch meist bilden sich Hitzepickel an Armen und Beinen und unter den Achseln – dort, wo Haut auf Haut liegt.

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Hitzepickel loswerden und richtig behandeln

Um gegen Hitzepickel etwas zu tun, sollten Sie die Haut trocken halten und luftige Kleidung tragen. In der Regel heilen Hitzepickel von alleine ab. Wenn Hitzepickel jucken, kann der Arzt oder die Ärztin spezielle Präparate mit Kortison (z. B. Soventol Hydrocort 0,5% Creme, rezeptfrei, Apotheke) zum Auftragen auf die Haut verschreiben. Auch rezeptfreie Zinksalben wirken gut gegen den Ausschlag.

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Daneben können bei Hitzepickeln Hausmittel zur Behandlung eingesetzt werden:

  • Eiswürfel in einem Leinen- oder Baumwolltuch eingewickelt stillen den Juckreiz und die Schwellungen, die mit Hitzepickeln einhergehen können. Genau so gut wirkt ein kühles Bad.
  • Heilerde saugt den Schweiß auf und reinigt die Poren, wodurch der Hitzeausschlag schneller abheilt. Dafür einfach die Heilerde mit Wasser anrühren und für 15 Minuten auf der betroffenen Stelle einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen.
  • Gegen verstopfte Schweißdrüsen hilft auch Apfelessig. Durch seine antientzündlichen und reinigenden Eigenschaften beschleunigt er den Heilungsprozess. Der Apfelessig kann als Tonikum entweder pur mithilfe eines Wattepads auf die Hitzepickel oder in einem Verhältnis von 1:3 mit Wasser großflächig aufgetragen werden.

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Hitzepöckchen mit den richtigen Mitteln vorbeugen

Um den Hitzeausschlag erst gar nicht sprießen zu lassen, ist es ratsam, sich bei großer Hitze nicht draußen aufzuhalten. Schwere körperliche Arbeiten, die schweißtreibend für den Körper sind, sollten Sie auf die Abendstunden legen. Setzen Sie zudem auf luftdurchlässige Kleidung aus Baumwolle oder Leinen. Diese erleichtern die Wärmeabgabe über die Haut.

Damit der Schweiß leichter abfließen kann, sollten Sie reichhaltige Körperlotionen und Sonnenmilch meiden und stattdessen Produkte auf Wasserbasis verwenden. Bildet sich viel Schweiß, tupfen Sie ihn mit einem Tuch ab. Auf diese Weise verhindern Sie, dass sich der Schweiß ansammelt und Hitzepickel entstehen.

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