Hitliste der nervigsten Geräusche

Eine Frau hält sich die Ohren zu
Straßenlärm empfinden die Deutschen als größte Belastung, ergibt eine aktuelle Umfrage © Fotolia

Krach ist nicht nur störend, er kann auch der Gesundheit schaden. Experten haben jetzt eine Liste der Geräusche aufgestellt, die wir als besonders störend empfinden. Praxisvita stellt die Liste vor und erklärt, wann Lärm gefährlich werden kann.

Lärm nervt, keine Frage – doch einige Geräusche treiben uns mehr in den Wahnsinn als andere. Welche Geräusche finden die Deutschen am schlimmsten? Dieser Frage ist die Deutsche Gesellschaft für Akustik Medienberichten zu Folge in ihrer aktuellen Studie auf den Grund gegangen. Die Befragung ergab: Die größte Belastung stellt Verkehrslärm dar, dann folgt Fluglärm. Als besonders störend empfanden die Befragten:

  • das Quietschen von Kreide auf der Tafel
  • das Piepsen von rückwärtsfahrenden LKWs
  • das hohe Summen von Mücken
  • die Rückkopplung eines Mikrofons
 

Darum kann Lärm krank machen

Wenn eine Lärmbelastung dauerhaft besteht, kann das Folgen für die Gesundheit haben: Wer beispielsweise dauerhaft einem Lärmpegel ab 80 Dezibel ausgesetzt ist, hat ein hohes Risiko, einen Hörschaden zu erleiden. Diese Folgen dauerhafter Lärmbelastung sind möglich:

  • Tinnitus: Eine starke Lärmbelastung kann zu Ohrgeräuschen führen. Häufig geht das störende Piepsen oder Rauschen nach kurzer Zeit von selbst wieder vorbei. Doch viele Menschen werden über Jahre davon geplagt – ihre Lebensqualität kann dadurch stark eingeschränkt werden.
  • Schwerhörigkeit: Ständiger Lärm – etwa bei der Arbeit oder durch häufiges lautes Musikhören über Kopfhörer – kann das Gehör auch bei jungen Menschen dauerhaft schädigen.
  • Stress: Bei einem hohen Lärmpegel schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus. Die Folge: ein erhöhter Blutdruck und schnellerer Herzschlag. Laut einer Studie des Bundesumweltamts erhöht nächtlicher Fluglärm das Bluthochdruck-Risiko um 14 Prozent – und mit dem Blutdruck steigt auch die Gefahr eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls.
  • Schlafstörungen: Wer nachts ständig von Straßen- oder Fluglärm aufgeweckt wird, leidet unter Schlafmangel – auch der erhöht das Risiko für Bluthochdruck und Herzinfarkt. Außerdem kann eine schlechte Schlafqualität zu Konzentrationsstörungen und sogar zu Depressionen führen.
 

Lärmschäden: So schützen Sie sich

Häufig ist es nicht möglich, störenden Lärmquellen aus dem Weg zu gehen. Dennoch gibt es einige Maßnahmen um sein Gehör zu schützen – die besten Tipps finden Sie hier. Um lärmbedingtem Stress und Bluthochdruck vorzubeugen helfen Entspannungsübungen (z. B. progressive Muskelrelaxation nach Jacobson), Yoga oder sportliche Aktivitäten (z. B. einfaches Jogging etwa viermal pro Woche 30 Minuten).

Hamburg, 28. April 2015

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