Hirnblutung: Schnelle Behandlung ist wichtig

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Hirnblutung hängt die Behandlung davon ab, an welcher Stelle die Blutung entstanden ist und welche Symptome auftreten. Sollte es zu einer Bewusstlosigkeit gekommen sein, müssen Betroffene auf jeden Fall sofort auf der Intensivstation überwacht und beatmet werden.

Wenn das Bewusstsein nicht eingeschränkt ist, ist auch eine engmaschige Überwachung auf einer normalen Station möglich. Die Überwachung ist wichtig, da es – auch nach der erfolgreichen Stillung einer Blutung – zu Nachblutungen kommen kann.

 

Zwei Möglichkeiten zur Entfernung eines Aneurysmas

Ist die Ursache der Hirnblutung ein „geplatztes“ Aneurysma, das heißt eine Ausdehnung eines Blutgefäßes, ist auf jeden Fall Bettruhe notwendig, bis das Aneurysma operativ entfernt werden kann. Für die Entfernung eines Aneurysmas gibt es zwei Möglichkeiten: Einerseits kann es im Rahmen einer offenen Operation entfernt werden, bei welcher der aufgedehnte Teil des Gefäßes entfernt und durch eine Gefäßprothese aus Kunststoff ersetzt wird. Die zweite Möglichkeit ist ein Eingriff, bei dem durch einen kleinen Hautschnitt eine sogenannte Stentprothese, eine Kunststoffprothese mit einem umgebenden Metallgeflecht, bis an die erweiterte Stelle des Gefäßes vorgeschoben und dort verankert wird. Allerdings ist diese Form der Operation nicht in allen Fällen möglich.

 

Erhöhter Blutdruck kann ebenfalls Ursache für Hirnblutung sein

Wenn die Hirnblutung einen erhöhten Blutdruck als Ursache hat, ist das kurz-, mittel- und langfristige Ziel der Behandlung auf jeden Fall, diesen mithilfe von blutdrucksenkenden Medikamenten sowie einem gesünderen Lebenswandel (wie Bewegung, Ernährung und Nichtrauchen) zu normalisieren.

 

Es gilt den Druck im Gehirn zu mindern

Wichtig bei einer Hirnblutung ist auch, dass durch die Einblutung in das Gehirn nicht der Druck auf das Gehirn erhöht wird und so langfristige Schädigungen des Gehirns entstehen. Um den Hirndruck zu senken, sollte der Oberkörper des Betroffenen etwas hochgelagert werden (zum Beispiel mit einem verstellbaren Kopfteil des Betts). Außerdem können verschiedene Medikamente, wie beispielsweise das sogenannte Osmodiuretikum Mannitol (ein entwässerndes Mittel), gegeben werden, um den Druck im Gehirn zu vermindern. Falls sich die Symptome und der Gesundheitszustand verschlechtern, kann eine Operation am Gehirn notwendig sein. Bei dieser wird die Hirnblutung nicht nur gestoppt, sondern auch das vorhandene Blut aus dem Gehirngewebe entfernt, um den Druck auf das Hirngewebe zu senken und damit spätere Schäden zu vermeiden.

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