Heilpflanzenlexikon

Himbeere - eine wohlschmeckende Heilpflanze

Fast jeder kennt die Himbeere als süßen Genuss im Sommer. Sie ist aber auch eine alte Heilpflanze. Tee aus Himbeerblättern hilft unter anderem bei Menstruationsbeschwerden.

Himbeeren helfen gegen PMS
Bei PMS bringen die Triebe der Himbeere den Hormonhaushalt wieder in ein Gleichgewicht und wirken schmerzlindernd© Fotolia
 

Himbeere: Anwendung und Heilwirkung

Definition Himbeere

Bezeichnung: Rubus idaeus              Familie: Rosengewächse (Rosaceae) Gattung: Rubus

In der Heilkunde werden sowohl Beeren als auch Blätter eingesetzt. Mit ihrem hohen Vitamin C Gehalt dienen die Früchte der Himbeere zur Stärkung des Immunsystems. Tee aus Himbeerblättern soll entzündungshemmend, beruhigend sowie harn- und schweißtreibend wirken.

Er wird daher bei Atemwegs-, Magen-Darm-, Herz-Kreislauf- sowie Mund- und Rachenbeschwerden getrunken. Hebammen schwören seit Jahrzehnten auf die Wirkung von Himbeerblättertee bei Schwangerschaftsübelkeit und Menstruationsbeschwerden.

Die Kommission E (BGA/BfArM) empfiehlt die Himbeere jedoch nicht für medizinische Zwecke, da eine entsprechende Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen werden konnte.

 

In der Himbeere enthaltene Wirkstoffe

Fruchtsäuren, Ascorbinsäure (Vit. C), Schleimstoffe, Flavonoide, Pektin, Gerbstoffe

 

Botanik

Himbeeren
Eine Portion Himbeeren (125 Gramm) liefert 6 Gramm Ballaststoffe. Die süßen Früchtchen liefern sehr viel Vitamin E und das Polyphenol Ellagsäure, das die Entartung von gesunden Zellen zu Krebszellen verhindern kann.© Fotolia

Himbeerpflanzen gehören zu den sommergrünen Staudengewächsen. Die mit Stacheln besetzten Ruten können eine Höhe von bis zu 2 Metern erreichen. Wie bei allen Rosengewächsen sind die gezähnten Blätter unpaarig angeordnet und stehen wechselständig an den Sprossachsen. Die Oberseite der Blätter ist glatt, an der Unterseite ist weißfilzig. Zur Blütezeit von Mai bis Juni entwickeln sich unauffällige Blüten mit weißen Kronblättern in traubenförmig rispigen Blütenständen.

Im Juli und August können die roten, wohlschmeckenden und fingerhutförmig ausgebildeten Früchte geerntet werden.

 

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Himbeere erstreckt sich über Nord- und Mitteleuropa. Sie wächst in Böschungen, Gärten, an sonnigen Waldrändern sowie in Steinbrüchen.

 

Andere Namen für die Himbeere

Ambas, Ampe, Hendelbeere, Hohlbeere, Katzenbeere, Madebeere, Mollbeere, Mutterbeere, Runtzelbeere, Waldbeere, Waldhimmelbeere

Wissenswertes über die Himbeere

Die ursprüngliche Bedeutung des Namens lautet »Beere der Hinde«. Dabei ist  »Hinde« eine alte Bezeichnung für Hirschkuh. Beim wissenschaftlichen Namen stellt die Gattungsbezeichnung Rubus (rot) einen Verweis auf die Farbe der Beere dar, idaeus bedeutet » vom Ida«, einem Berg auf Kreta.Schon in Antike und Mittelalter wurde die Himbeere als Heilpflanze verwendet.

Aus botanischer Sicht sind Himbeeren gar keine Beeren sondern Sammelsteinfrüchte. Als Früchte werden die kleinen Kerne bezeichnet, die von rotem Fruchtfleisch umgeben sind.

 
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