Hillary Clinton ist krank: Wie schlimm ist es wirklich?

Phyllis Kuhn Medizinredakteurin
Hillary Clinton
Clinton auf einer Wahlveranstaltung, in Tampa, Florida. © Imago

Eigentlich galt der 11.9.16 vor allem in den USA dem Gedenken an die Opfer des 11. September vor 15 Jahren. Jetzt beschäftigt die Amerikaner aber eine weitere Frage: Hillary Clinton ist krank: Wie schlimm ist es wirklich?

Bei einer Gedenkfeier für die Opfer des 11. September 2001 in New York war die Präsidentschaftskandidatin plötzlich zusammengebrochen und musste sich von ihren Bodyguards in einen Van helfen lassen. Deutlich ist dabei auf einem Video zu sehen, wie Clinton kurz vor dem Einsteigen die Beine wegsacken und sie von zwei nebenstehenden Bodyguards aufgefangen wird.  Die offizielle Stellungnahme lautete zunächst, Clinton hätte die Veranstaltung wegen „Überhitzung“ vorzeitig verlassen müssen. Kurz darauf folgte in einem weiteren Statement die Erklärung, dass Clinton seit Freitag an einer Lungenentzündung leide und deshalb geschwächt sei. Dank Antibiotika sei sie aber bereits auf dem Weg der Besserung. Tatsächlich zeigte sie sich am selben Tag wieder lächelnd und winkend vor Fotografen.     

 

Hillary Clinton krank: Spekulationen über ihren Gesundheitszustand

Diese Stellungnahmen hielten zahlreiche Medien nicht davon ab, darüber zu spekulieren, wie krank Hillary Clinton wirklich ist und ob sie möglicherweise an einer lebensbedrohlichen Krankheit leide, welche ihr die Wahrnehmung des höchsten Amtes der Vereinigten Staaten unmöglich machen würde. Wenige Wochen vor der Wahl sind die Amerikaner besonders alarmiert, wenn es um den Gesundheitszustand ihres zukünftigen Staatsoberhauptes geht. Die für ihre Verschwörungstheorien bekannte und offen gegen Clinton mobilisierende Seite Natural News schrieb kurz darauf von vaskulärer Demenz sowie einer möglichen Parkinson-Erkrankung. Selbst über ihren angeblich unmittelbar bevorstehenden Tod wurde bereits spekuliert. Als Beweis wurde der seit Monaten anhaltende Husten der Präsidentschaftskandidatin angeführt.

 

Hillary Clinton krank: Ferndiagnose unmöglich

Unter welcher Erkrankung Clinton, wenn überhaupt leidet, kann nicht mit Genauigkeit gesagt werden. Tatsächlich hat ihr chronischer Husten in der Vergangenheit bereits Fragen aufgeworfen. Allerdings ist ihre Erklärung, unter einer Lungenentzündung zu leiden, nicht unwahrscheinlich. Eine verschleppte Bronchitis kann tatsächlich zu einer sogenannten Pneumonie führen. Diese kann bei großen Anstrengungen auch einen Kreislaufkollaps verursachen. Bei der Gedenkveranstaltung am vergangenen Sonntag herrschte schwüles Wetter bei einer Temperatur von 28 Grad Celsius.

Ob Clinton an einer vaskulären Demenz, Parkinson oder einer sonstigen Nervenerkrankung leidet, ist per Ferndiagnose nicht feststellbar.

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