Hilfsmittel Hilfsmittel für mehr Sicherheit im Alltag

Hilfsmittel
Hilfsmittel können nicht nur die Pflege zu Hause erleichtern, sondern auch ein eigenständiges Leben in der vertrauten Umgebung ermöglichen © iStock/kali9
Inhalt
  1. Welche Hilfsmittel brauche ich?
  2. So finden Sie die richtigen Hilfsmittel
  3. Wo kaufe ich Hilfsmittel?
  4. Die Kosten für Hilfsmittel

Ob Schlüsseldrehhilfe oder Anti-Rutsch-Teller: So finden Sie heraus, welche Hilfsmittel Sie wirklich brauchen – und wie Sie sie bekommen.

Möglichst lange in den eigenen vier Wänden leben – wer möchte das nicht? Umfragen zeigen: Mehr als drei Viertel der 65- bis 85-Jährigen haben diesen Wunsch. Wie gut, dass es immer mehr Hilfsmittel gibt, die die Sache erleichtern: vom Rollator über die Strumpfanzieh-Hilfe bis hin zum High-Tech-Durst-Sensor, der ans Trinken erinnert.

 

Welche Hilfsmittel brauche ich?

Um zu ermitteln, welche Hilfsmittel für Sie wirklich von Nutzen sind, sollten Sie genau überlegen: Was kann ich noch gut? Und was macht Probleme? Achten Sie dabei auf Details – sei es das Zuknöpfen der Bluse oder das Öffnen von Schraubgläsern, das immer mehr Mühe macht. Gehen Sie regelmäßig Ihren Alltag Schritt für Schritt durch. Besprechen Sie das Ergebnis auch mit dem Arzt. Denn oft ist es eben nicht „nur das Alter“, sondern es steckt eine behandelbare Ursache dahinter.

Hörgerät
Die Kosten für Hilfsmittel wie Hörgeräte werden zumeist von den Krankenkassen übernommen © iStock/AlexRaths


Machbar ist heute vieles – von der elektronischen Knieorthese, die das Gangbild verbessert und so die Sturzgefahr senkt, bis hin zur Fernbedienung mit Sprachfunktion, mit der Sie Fenster, Rolläden und sogar die Heizung steuern können. Die Frage ist, was Sie erreichen möchten. Legen Sie eine Rangfolge fest, was Ihnen wichtig ist: Sich wieder allein anziehen zu können? Mobiler zu sein oder besser zu hören? Und dann widmen Sie sich erst mal den wichtigsten Zielen.

 

So finden Sie die richtigen Hilfsmittel

Für einen guten Überblick und Tests eignet sich der Besuch einer Messe (z. B. rehacare, Düsseldorf). Oder Sie informieren sich im Internet (z. B. Rehadat oder WGP). Einen Katalog kann man unter USZL gegen eine Schutzgebühr bestellen (Tel. 0341 / 649 14 25). Die Angebots-Paletten dieser Händler zeigen, wie nützlich selbst schlichte Dinge im Alltag sein können – z. B. ein Schneidebrett mit Stiften zur Fixierung des Brotes für einen Menschen mit Tremor. Sie können sich auch im Fachhandel informieren.

Strumpfanzieher
Durch Hilfsmittel wie einen Strumpfanzieher können Sie ohne fremde Hilfe in den eigenen vier Wänden alt werden © iStock/Halfpoint
 

Wo kaufe ich Hilfsmittel?

Manches liegt auf der Hand: Eine neue Brille bekommen Sie natürlich beim Optiker. Doch schon bei Leselupen, elektronischen Seh- oder Vorlesegeräten muss dieser oft passen. Hier kann der „Low Vision Kreis“ weiterhelfen (Tel.: 08761 / 725 98 89). Viele andere, vor allem gängigere Produkte wie Greifer, Knöpfhilfe & Co finden Sie in Sanitätshäusern. Wichtig: Ist das Hilfsmittel eine Kassenleistung, sollte das Sanitätshaus ein Vertragspartner Ihrer Kranken- bzw. Pflegekasse sein. Ansonsten können zusätzliche Kosten auf Sie zukommen.

 

Die Kosten für Hilfsmittel

Generell gilt: Die Kasse zahlt nicht für Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens, sondern nur das, was medizinisch wirklich nötig ist (eine Übersicht hierzu findet sich im Hilfsmittelkatalog des GKV Spitzenverbandes) und davon auch nur eine „Basis-Version“. Klären Sie die Kosten-Übernahme immer mit der Kasse, bevor Sie etwas kaufen. Ist alles geregelt, müssen Sie nur einen Eigenanteil (10 Prozent, aber max. 25 Euro) zuzahlen – plus der Extrakosten, sofern Rollator & Co etwas mehr Ausstattung haben sollen. Und: Bei Ablehnung unbedingt Widerspruch einlegen – und dann ausführlich begründen (möglichst mit Info-Material des Herstellers), warum das Hilfsmittel für Sie im Alltag erforderlich ist. Oft klappt es dann im zweiten Anlauf.

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