Hilfe bei Depressionen: Was kann ich selbst tun?

Rat zur Selbsthilfe bei Depression
Wenn Sie das Gefühl haben, Sie leiden an einer Depression, dann bitten Sie Ihren Hausarzt um Rat. Er kann Ihnen die richtige Hilfe bei Depressionen vermitteln © Corbis Germany

Eine Depression ist eine Krankheit wie jede andere auch, gegen die man natürlich auch etwas unternehmen sollte. Was Sie selbst gegen eine depressive Verstimmung tun können und wie Naturheilmittel helfen, erfahren Sie hier.

 

Hilfe bei Depressionen: Sport, Ernährung, gute Gespräche

In den meisten Fällen wird eine Depression mit Hilfe dreier Grundpfeiler behandelt, nämlich medikamentös mit Antidepressiva, psychotherapeutischen Maßnahmen sowie mit einer ergotherapeutischen Bewegungstherapie.

 

Bei leichter Depression helfen Naturheilmittel

Je früher die Behandlung einsetzt, desto milder und kürzer wird der Depressionsverlauf. Wenn Sie nur an einer sehr leichten Depression leiden, können Ihnen vermehrte Bewegung (am besten ein Sport, der Ihnen viel Spaß macht), intensive Gespräche mit einer Vertrauensperson und Naturheilmittel (zum Beispiel in der Apotheke erhältliche Johanniskrautextrakte) helfen, wieder mehr Freude am Leben zu finden. Versuchen Sie nicht, alles im Alleingang zu bewältigen und besprechen Sie Ihre Ängste und Sorgen mit Ihren Freunden, das kann bei einer Depression helfen. Sie werden merken, wie gut es tun kann, sich den Kummer von der Seele zu reden. Soziale Kontakte schützen sogar nachgewiesen vor Depressionen.

Auch regelmäßige Sporteinheiten haben einen stimmungsaufhellenden Effekt. Wer kennt nicht das anschließende gute Gefühl, wenn man Sport getrieben hat? Grund dafür ist unter anderem das Glückshormon Serotonin, das einen starken Einfluss auf unsere Laune hat. Ein Serotonin-Mangel kann im Umkehrschluss zu Depressionen führen.

 

Diese Lebensmittel helfen bei Depressionen

Zu guter Letzt können Sie auch mit der richtigen Ernährung etwas Gutes für sich tun. Omega-3-Fettsäuren wie sie zum Beispiel in Lachs, Leinöl oder Rapsöl vorkommen, wirken vorbeugend und heilend bei Depressionen. Viele Schokoladen-Liebhaber schwören übrigens auf ihr tägliches Stückchen Schokolade, dem sie eine stimmungsaufhellende Wirkung zusprechen. In der Kakaobohne ist auch tatsächlich die essenzielle Aminosäure Tryptophan enthalten. Unser Körper kann es nicht selbst herstellen, braucht es aber, um Eiweißstoffe zu bilden, die antidepressiv wirken. Fakt ist jedoch, dass wir täglich mehrere Kilo Schokolade essen müssten, dann erst hätte Tryptophan eine Wirkung. Trotzdem macht Schokolade glücklich: Die Süße und der zarte Schmelz sind Streicheleinheiten für die Seele.

Trotz Soul-Food, Sport-Programm und Co.: Setzen Sie sich jedoch nicht zu sehr unter Druck und erwarten Sie keine Wunderheilung. Freuen Sie sich über jedes kleine Erfolgserlebnis, das einen Schritt weg von der Krankheit in die richtige Richtung bedeutet und Ihnen dabei hilft, die Depression zu besiegen. Auch ein Stimmungstagebuch kann helfen, sich einen Überblick über die eigenen Empfindungen zu verschaffen und so nachzublättern, wann und bei welchem Ereignis Sie sich gut gefühlt haben.

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