Hier leben Senioren am gesündesten

Redaktion PraxisVITA
Zwei Senioren im Wald
In der Rangliste der besten Wohnorte für Senioren belegt Deutschland den vierten Platz © Fotolia

Gesundheit, Arbeit, Lebensqualität – in welchen Staaten lebt es sich für die Generation 60 plus am besten? Wissenschaftler haben das in einer aktuellen Studie untersucht und ein Ranking aufgestellt.

In der Schweiz haben ältere Menschen das beste Leben – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von HelpAge International (weltweites Netzwerk von Hilfsorganisationen) in Zusammenarbeit mit der University of Southampton.

Für den sogenannten Weltalten-Index, der die Lebenssituation älterer Menschen weltweit vergleicht, erhoben die Wissenschaftler Daten aus 96 Ländern. Ihr Interesse galt vier Schlüsselfaktoren im Leben von Menschen ab 60: Gesundheit, Einkommen, Bildung und Beschäftigung sowie allgemeine Lebensumstände (Zugang zu öffentlichen Transportmitteln, körperliche Sicherheit, soziale Anbindung und Bürgerrechte).

 

Die zehn besten Länder für Senioren

Deutschland landet im Ranking auf Platz vier. Die Rangliste der zehn Länder, in denen es Senioren am besten geht, lautet:

  1. Schweiz
  2. Norwegen
  3. Schweden
  4. Deutschland
  5. Kanada
  6. Niederlande
  7. Island
  8. Japan
  9. USA
  10. Vereinigtes Königreich
 

In Japan leben Senioren am gesündesten

Für jeden der vier Bereiche stellten die Forscher zusätzlich einzelne Länder-Rankings auf. Der Bereich Gesundheit wurde anhand dreier Faktoren gemessen: Lebenserwartung mit 60, gesunde Lebenserwartung mit 60 (Anzahl der Jahre, die ab 60 in Gesundheit verbracht werden) und psychische Gesundheit.

Während Deutschland trotz Gesamtplatzierung in den Top Ten hier nur Rang elf erreicht, führt Japan die Rangliste in Sachen Gesundheit an. Auch bei der Lebenserwartung liegt Japan weit vorne: 60-Jährige haben hier im Schnitt noch 26 Jahre zu leben, so viel wie in keinem anderen Land der Welt.

 

Weltweit große Unterschiede

HelpAge International weist auf große weltweite Unterschiede bei der finanziellen und gesundheitlichen Situation älterer Menschen hin. Auffällig sei vor allem der Unterschied im Bildungsstand zwischen den zehn besten und den zehn untersten Rängen, der sich im Zeitraum von 1990 bis 2010 um 50 Prozent erhöhte.

Die Organisation verweist aber auch auf die Möglichkeit einer Besserung der Lage für Senioren. Diese sei durch Investitionen zu erreichen – besonders in Bereiche, die die Unabhängigkeit Älterer stärken. Diese Bereiche umfassten Gesundheit, Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. Dort wo beispielsweise Sozialrenten (steuerfinanzierte Renten) eingeführt oder das Gesundheitssystem verbessert wurde sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für Ältere bestehen, sei die Situation der Älteren deutlich besser.

Hamburg, 9. September 2015

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