Hexenschuss bei der Gartenarbeit

Hexenschuss tritt häufig nach Gartenarbeit in gebückter Haltung auf
Ein Hexenschuss tritt häufig nach Gartenarbeit in gebückter Haltung auf. Tipp: Die Arbeit kniend erledigen – mit Kniebank oder Schützern © Fotolia

Bei der Arbeit im Beet kann bei falscher Rückenhaltung schnell der Hexenschuss kommen. Mit ein paar Tricks lässt sich das jedoch vermeiden!

Rund 200 000 Unfälle ereignen sich in Deutschland pro Jahr bei der Gartenarbeit – oft ist es ein Hexenschuss. Fast die Hälfte verletzt sich mit spitzen oder scharfen Gegenständen, gefolgt von Stürzen von der Leiter. Studien zufolge ist das Unfallrisiko bei Hobby-Gärtner ab 55 Jahren besonders hoch. Mit den fünf folgenden Regeln sind Sie auf der sicheren Seite.

 

Fünf grüne Regeln: So beugen Sie Hexenschuss und Verletzungen vor!

1. Regel: Rücken und Gelenke schonen

Die gebückte Haltung beim Säen und Jäten geht ins Kreuz und kann schnell einen Hexenschuss verursachen. Knieschoner, höhenverstellbare Gartenhocker oder eine gepolsterte Kniebank aus dem Fachhandel schonen den Rücken. Untersetzer auf Rollen erleichtern den Transport von Kübelpflanzen.

2. Regel: Schützende Kleidung

Handschuhe, Schürzen und lange Hosen schützen die Haut vor Dornen, Insekten und Gift (z. B. aus Dünger). Ein Hut beugt Sonnenstich vor. Bei gröberen Tätigkeiten, z. B. Heckenschnitt, Sicherheitsschuhe und eine Schutzbrille tragen, damit nichts in die Augen fliegt.

3. Regel: Ordnung halten

Herumliegende Geräte sind Stolperfallen. Tipp: Suchen Sie sich einen Platz, an dem Sie während der Arbeit alles sammeln.

4. Regel: Wässern

Gießen mit großer Kanne ist Schwerstarbeit für den Rücken. Besser: Ein mobiler Schlauchwagen.

5. Regel: Leitern sichern

Leitern müssen gegen Abrutschen gesichert sein: auf Asphalt, Steinplatten oder Beton mit Gummifüßen, auf Wiesen oder Erde mit mindestens sieben Zentimeter langen Stahlspitzen. Anlegeleitern sollten mindestens einen Meter über die Anlegekante hinausragen.

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