Heuschnupfen: Erste Pollen unterwegs

Verena Elson Medizinredakteurin
Eine Frau putzt sich die Nase im Winter
Im Winter werden die ersten Heuschnupfen-Anzeichen häufig als Erkältung fehlgedeutet © iStock/gpointstudio

Heuschnupfen im Januar? In diesem Jahr ist das tatsächlich möglich, denn in einigen Teilen Deutschlands fliegen schon die ersten Pollen.

Wer dieser Tage mit einer laufenden Nase zu kämpfen hat, muss nicht erkältet sein – es könnte auch an den ersten Pollen liegen, die sich in dem milden Wetter bereits auf den Weg gemacht haben. Laut dem deutschen Wetterdienst fliegen im Südwesten des Landes bereits die ersten Haselpollen.

 

Klimaerwärmung lässt Pollenflug früher einsetzen

Grund dafür ist das milde Wetter im Januar – und es ist nicht das erste Mal, dass der Pollenflug (normalerweise etwa von Februar bis September) verfrüht einsetzt. So begann 2016 der Flug der Haselpollen bereits im Dezember.

Dahinter steckt laut Wissenschaftlern die Klimaerwärmung: Sie beobachten seit Längerem, dass sich der Beginn der Pollenflugzeit immer weiter nach vorne verschiebt. Die Birke kann statt im April bereits im Februar blühen, Gräser schon im Mai anstatt im Juni oder Juli.

 

Hyposensibilisierung als Ursachenbekämpfung

Wer sich nicht mit der immer früher beginnenden und länger andauernden Heuschnupfenzeit abfinden will, kann mit der sogenannten Hyposensibilisierung die Ursachen seiner Allergie abschwächen.

Ziel dieser Therapie ist es, den Körper langsam an das Allergen zu gewöhnen. Dazu wird das Allergen in kleinen, stetig steigenden Mengen verabreicht. Alle Fakten zur Hyposensibilisierung finden Sie hier.

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