Heuschnupfen-Behandlung: Welche Möglichkeiten gibt es?

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Die Heuschnupfen-Behandlung sollte so früh wie möglich begonnen werden, da sich die Beschwerden sonst verstärken können. Darüber hinaus kann es auch zu einem Etagen-Wechsel kommen: Die Heuschnupfen-Beschwerden verlagern sich von der Nase nach unten in die Bronchien. Allergisches Asthma kann entstehen.

 

Die drei Säulen der Heuschnupfen-Behandlung

  • Vermeiden des Pollenkontakts
  • Behandlung der akuten Beschwerden
  • Hyposensibilisierung

Die Heuschnupfen-Behandlung mit Medikamenten wird Ihnen der Arzt vor allem für die Hauptblütezeit empfehlen, in der die Heuschnupfen-Beschwerden am stärksten ausgeprägt sind. Schleimhautschwellungen in Augen, Nase und Bronchien werden durch die eingesetzten Medikamente verringert, Entzündungsprozesse abgeschwächt.

 

Medikamente bei Heuschnupfen-Behandlung

  • Antihistaminika: Sie vermindern die Allergie-Reaktion durch Bindung an Rezeptoren, an die normalerweise der Stoff Histamin bindet. Histamin ist für einen Großteil der allergischen Beschwerden bei Heuschnupfen verantwortlich. 
  • Cromoglicinsäure (DNCG-Präparate) schwächt die allergietypische Immunreaktion ab, indem es bestimmte Immunzellen, die sogenannten Mastzellen stabilisiert: Histamin und andere allergietypische Entzündungsstoffe werden nicht mehr freigesetzt.
  • Auch in der Homöopathie gibt es immer mehr Arzneimittel, die Heuschnupfen-Symptome und -Beschwerden lindern können. Als besonders vielversprechend gelten dabei die Bestandteile der Pflanzen Schwammgurke, Kleiner Goldregen und Herzsame.
  • Bei einer Heuschnupfen-Behandlung mit homöopathischen Arzneimittel ist die frühe Einnahme, am besten bereits Wochen vor dem Auftreten der ersten Symptome, die beste Strategie gegen Heuschnupfen-Beschwerden. So lässt sich ein Ausbruch der allergischen Beschwerden abmildern oder sogar ganz verhindern.
  • Ein Vorteil von Homöopathischen Medikamenten ist der, das sie nicht müde machen oder die Konzentration beinträchtigen. Zudem kann durch die Gabe von homöopathischen Arzneimitteln der gesamte Organismus angeregt und die Reaktionsbereitschaft auf Allergene reduziert werden, sodass die Überreaktion auf Pollen langfristig abnehmen oder ganz ausbleiben kann.
Frau bekommt vom Arzt eine Spritze
Eine Hyposensibilisierung wird häufig zur Heuschnupfen-Behandlung eingesetzt und behandelt ihn ursächlich© Fotolia

Bei asthmatischen Beschwerden können Betroffene in der Heuschnupfen-Behandlung zusätzlich Medikamente mit den Wirkstoffen Ipratropiumbromid, Kortison, Montelukast oder Theophyllin einnehmen. Je nach verwendetem Medikament lösen sie die Verengung in den Bronchien oder wirken stärker entzündungshemmend.

 

Hyposensibilisierung als ursächliche Heuschnupfen-Behandlung

Darüber hinaus steht mit der sogenannten Hyposensibilisierung eine Form der Heuschnupfen-Behandlung zur Verfügung, die den Heuschnupfen ursächlich behandelt. Betroffenen wird dazu in regelmäßigen Abständen das jeweilige Allergen in kleinen, aber steigenden Mengen verabreicht, als Injektion oder als Tropfen. Der Körper kann sich so schrittweise an das Allergen gewöhnen, toleriert es mehr und mehr, so dass die allergietypische Immunreaktion ganz oder teilweise unterbleibt. Bei rund 80 Prozent aller Menschen mit Heuschnupfen funktioniert die Hyposensibilisierung. Die Behandlung dauert maximal drei Jahre, in der Regel jedoch zwischen 12 und 24 Monaten. Mittlerweile gibt es sogenannte Kurzzeit-Immuntherapien. Hier werden sehr hohe Allergendosen in wenigen Wochen verabreicht.

Nach dem Ende der Behandlung können die Medikamente gegen die Beschwerden von Heuschnupfen ganz oder teilweise abgesetzt werden. Außerdem kann die Hyposensibilisierung eine Ausweitung der Allergie auf andere Allergene verhindern.

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