Kind wird Herz-OP verweigert – Der Grund ist sehr traurig!

Der Fall des dreijährigen Jungen und seiner Eltern hinterlässt einen bitteren Beigeschmack. Gleich mehrmals wurde dem herzkranken Kind eine Operation verweigert – aus diesem Grund.

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Dieser Fall macht betroffen – und zeigt zugleich ein ethisches Problem auf. Gleich mehrere Medien berichten von dem Schicksal eines dreijährigen herzkranken Jungen aus Zypern, der zuletzt in Deutschland behandelt werden sollte - dem eine notwendige Herzoperation jedoch verweigert wurde.

Was war geschehen? Nachdem bei dem Herzpatienten eine entsprechende Behandlung in seinem Heimatland nicht möglich war, sollte der Junge für eine rettende Operation nach Deutschland gebracht werden, wie das zypriotische Gesundheitsministerium berichtete. Doch das Frankfurter Krankenhaus lehnte einen Tag vor der geplanten Operation eine Behandlung des Dreijährigen ab. Warum? Seine Eltern waren ungeimpft.

Keine Herz-Operation wegen ungeimpfter Eltern in mehreren Ländern

Das Frankfurter Krankenhaus blieb jedoch kein Einzelfall. Weitere Krankenhäuser in England und Israel lehnten auf Behörden-Nachfrage ebenfalls eine Behandlung ab.

„Ich wusste nicht, dass auch ich geimpft sein muss, damit mein Kind behandelt werden kann. Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es sofort getan. Aber ich bin gesund und wollte mich nicht impfen lassen“, erklärte der Vater später gegenüber „Politico“.

Zwar ließen sich die Eltern nach mehreren Absagen umgehen impfen, doch die vorgeschriebene Wartezeit von sechs Wochen, die eingehalten werden muss, um in ausländischen Krankenhäusern behandelt zu werden, käme für den kleinen Jungen zu spät.

Haben sich die Eltern vergessen impfen zu lassen?

Die Gesundheitsbehörde in Zypern wies noch einmal darauf hin, dass sie die Eltern rechtzeitig über eine notwendige Impfung informiert hätten. Demnach sei das Problem aufgrund eines Versäumnisses der Eltern entstanden.

Warum darf ein Krankenhaus die Behandlung ablehnen?

Aber dürfen Krankenhäuser überhaupt eine Behandlung ablehnen? Wie eine Sprecherin des Gesundheitsamts der Europäischen Kommission zu dem Fall erklärte, sei es das eigene Recht eines jeden Krankenhauses zu entscheiden, wer behandelt werden soll. Ein Gesetz, welches den Ärzten vorschreibt, ungeimpfte Personen abzuweisen, gibt es aber nicht.

Langer Weg mit Happy End

Im Falle des dreijährigen Jungen aus Zypern gibt es jedoch ein Happy End. Er wird nun in einem privaten Krankenhaus in Griechenland operiert. Was bleibt ist jedoch ein bitterer Beigeschmack und die ethische Frage danach, ob Ärzte ungeimpfte Personen abweisen sollten.

Quellen:

Herzkrankes Kind darf nicht in Frankfurt operiert werden – weil die Eltern ungeimpft sind, in: focus.de

Hospitals refused to treat toddler because his parents were unvaccinated, in: politico.eu