Herzinfarkt: 9 Maßnahmen, die Leben retten

Elektrokardiogramm
Britische Forscher haben neun Maßnahmen identifiziert, die das Sterberisiko nach einem Herzinfarkt deutlich senken © Fotolia

Britische Forscher haben jetzt herausgefunden, welche Maßnahmen für das Überleben eines Herzinfarkts am wichtigsten sind. Praxisvita erklärt die neun Gesundgeheimnisse.

In einer aktuellen Studie untersuchten britische Forscher das Sterberisiko von Herzinfarkt-Patienten nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus. Dazu analysierten sie die Daten von rund 31.000 Patienten. Das Ergebnis: Es gibt genau neun Maßnahmen, die eine entscheidende Bedeutung haben.

Wird eine dieser Maßnahmen nicht durchgeführt – was bei etwa der Hälfte der untersuchten Fälle zutraf –, haben die Patienten ein um 46 Prozent höheres Risiko, binnen eines Monats nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu sterben. Innerhalb des ersten Jahres nach dem Infarkt steigt das Sterberisiko sogar um 74 Prozent.

 

Diese Behandlungsschritte dürfen nicht fehlen

Die von den Forschern bestimmten neun Maßnahmen sind ein EKG (Elektrokardiogramm) direkt nach dem Infarkt, sofortige Verabreichung von Aspirin, eine Reperfusion (die Wiedereröffnung des verschlossenen Gefäßes), die Verabreichung vier verschiedener Medikamententypen (ACE-Hemmer, Beta-Blocker, Angiotensin-Rezeptorblocker und Statin), das Verschreiben von Aspirin sowie die Überweisung an eine Rehabilitationsklinik nach der Entlassung aus dem Krankenhaus.

Die Studienleiter appellieren an Betroffene und Angehörige, bei einem Herzinfarkt genau darauf zu achten, dass diese neun Maßnahmen durchgeführt werden.

Was Sie selbst tun können, um Ihr Herzinfarkt-Risiko um 70 Prozent zu senken, erfahren Sie hier.

Hier sehen Sie, wie Sie im Notfall helfen können.

Hamburg, 15. September 2014

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