Hepatitis-C-Impfung: Durchbruch in der Medizin

Redaktion PraxisVITA
Impfung
Britische Forscher haben einen Impfstoff gegen Hepatitis C entwickelt © Shutterstock

Gibt es endlich eine Hepatitis-C-Impfung? Seit Jahren suchen Mediziner nach einem Impfstoff gegen die Lebererkrankung. Jetzt scheint britischen Forschern der Durchbruch gelungen zu sein.

Die Lebererkrankung Hepatitis C entsteht durch den Hepatitis-C-Virus (HCV), der beispielsweise durch infizierte Nadeln übertragen wird. Rund 75 Prozent der Infizierten entwickeln nach der Ansteckung eine chronische Hepatitis C. Doch einer von vier Patienten erkrankt nicht – das bedeutet, der Körper ist in der Lage, den Virus abzuwehren. Bei dieser Beobachtung setzten die Mediziner um Prof. Ellie Barnes an der Universität in Oxford an in ihrem Versuch, eine Hepatitis-C-Impfung gegen die Lebererkrankung zu entwickeln, an.

 

Hepatitis-C-Impfung: Impfstoff stärkt T-Zellen

Für Ihre Studie verabreichten die Forscher menschlichen Probanden zwei Hepatitis-C-Impfungen im Abstand von acht Wochen. Der verwendete Impfstoff verstärkt die Tätigkeit der sogenannten T-Zellen – ihre Aufgabe ist es, Krankheitserreger abzuwehren.

Das Ergebnis der Studie: Bluttests zeigten, dass sich bei den geimpften Probanden die Zahl der T-Zellen zur Abwehr des Hepatitis-C-Virus stark vermehrt hatte. Diese Immunreaktion hielt im Verlauf der sechsmonatigen Studienzeit an. Die Hepatitis-C-Impfung wurde von allen Studienteilnehmern gut vertragen.

 

Weitere Tests in den USA

Die Hepatitis-C-Impfung wird nun auch in den USA an Probanden getestet. Die Wissenschaftler sind sich sicher, mit dem Impfstoff bei der Eindämmung von Hepatitis C einen großen Schritt vorangekommen zu sein.

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