Hendrick Streeck: Virologe beklagt diese 3 fatalen Fehler

Ines Fedder Medizinredakteurin

Deutschland geht wieder in den Lockdown – und das obwohl die Entwicklung längst abzusehen war. In einem Interview erklärt Virologe Hendrik Streeck, welche drei fatalen Fehler zur aktuellen Lage geführt haben.

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Gegenüber dem Nachrichten-Portal „merkur.de“ äußerte sich Top-Virologe Hendrik Streeck in einem Interview zur aktuellen Corona-Politik und den Maßnahmen, die hier in Deutschland zur sogenannten zweiten Welle geführt haben. Er kristallisierte folgende Fehler heraus, die Deutschland in so eine missliche Lage gebracht haben. 

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Virologe Hendrik Streeck: Diese 3 Fehler hat Deutschland gemacht

1. Zu viele Verbote und Maßnahmen statt Aufklärung

Ständig neue Verbote, Maßnahmen und Ausnahmeregelungen haben Deutschland bisher nicht weitergebracht, sodass nun ein kompletter Lockdown als allerletzte Möglichkeit durchgeführt wird, um die Corona-Neuinfektionen einzudämmen. Das sei nicht der richtige Weg, so Virologe Hendrik Streeck. „Drohkulissen und Verbote losgelöst von einer langfristigen Strategie reichen nicht aus“, so der Virologe. Was hilft? In erster Linie Aufklärung. Man solle „permanent erklären, erläutern und begründen, warum es so wichtig ist, den Empfehlungen zu folgen.“ 

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2. Kein ausreichender Schutz der Risikogruppen

Ein großer Fehler, den nicht nur Virologe Hendrik Streeck kritisiert: Risikogruppen wurden nicht ausreichend geschützt. Mehr als die Hälfte aller COVID-19-Todesfälle seien aktuell in Alten- und Pflegeheimen zu verzeichnen. „Das bisherige an Schutz reicht nicht aus“, sagt Streeck im Interview mit „Merkur“. Eine Isolation sei hingegen auch nicht der richtige Weg, um ältere Risikopatienten zu schützen. Der Virologe empfiehlt, Pflegekräfte und Besucher häufiger zu testen und das konsequente Tragen von FFP2-Masken. Man könne „Schleusen vor den Altersheimen aufbauen“ und dort Schnelltest durchführen, damit niemand das Virus in das Gebäude trage. 

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3. Harter Lockdown bereits viel früher im Sommer

Dass der harte Lockdown vor Weihnachten zu spät kommt, das beklagen derzeit einige. Virologe Hendrick Streeck geht noch einen Schritt weiter: Seiner Meinung nach sei ein Lockdown bereits im Sommer, „sehr effizient“ gewesen, um die Zahlen auf ein „Minimum zu drücken“ und wieder jede Kontaktperson nachverfolgen zu können.

Ob Deutschland nun aus den Fehlern lerne, das könne auch Hendrik Streeck nicht vorhersehen. Und auch das Ende des aktuellen Lockdowns vermag er nicht zu bestimmen. Sein Kollege Christian Drosten geht bereits einen Schritt weiter. Er sieht die Gefahr eines möglichen „Dauerlockdowns“ und warnt vor einem möglichen Lockdown bis Ende Februar.

Quelle:

Sommerurlaub wird möglich sein: Virologe Streeck macht Deutschland Hoffnung, in: merkur.de

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