Helmut Schmidt – Klinikaufenthalt wegen Austrocknung

Helmut Schmidt
Helmut Schmidt wurde am vergangenen Wochenende wegen Dehydrierung im Krankenhaus behandelt © Corbis

Medienberichten zufolge musste Helmut Schmidt zwei Tage lang stationär behandelt werden. Der Grund: Er litt an einer Dehydrierung. Warum diese bei älteren Menschen besonders häufig vorkommt, erfahren Sie hier.

Als der Altkanzler am Freitag in die Asklepios-Klinik im Hamburger Stadtteil St. Georg eingeliefert wurde, bestand zunächst Verdacht auf Herzprobleme. Doch bald darauf konnten die behandelnden Ärzte Entwarnung geben: Helmut Schmidt litt an einer Dehydrierung – er hatte in der Hitze zu wenig getrunken. Inzwischen gehe es ihm aber wieder gut, berichten die Ärzte der Asklepios-Klinik. Am Sonntagvormittag konnte er das Krankenhaus wieder verlassen.

Der 96-Jährige hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen – mittlerweile trägt er seinen fünften Herzschrittmacher.

 

Dehydrierung – Senioren besonders gefährdet

Ältere Menschen sind in der warmen Jahreszeit häufiger von Dehydrierung betroffen als jüngere. Den Grund haben australische Wissenschaftler in einer Untersuchung herausgefunden: Nach dem Trinken stellt sich bei Senioren schneller ein Sättigungsgefühl ein – darum nehmen sie weniger Wasser zu sich. Als Ursache für das veränderte Durstempfinden nennen die Forscher alternde Nerven im Mund- und Rachenraum sowie im Magen. Diese senden „falsche“ Signale an das Gehirn – dieses wiederum erhält zu früh die Information, dass genug Flüssigkeit aufgenommen wurde.

Um eine Dehydrierung zu vermeiden, sollten Senioren täglich mindestens eineinhalb Liter Wasser trinken. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es hilfreich, zu Beginn des Tages die entsprechende Menge an Getränken (am besten Wasser oder Saftschorlen) bereitzustellen. Außerdem empfehlen Experten, stets ein Wasserglas in Sichtweite zu haben und es sofort aufzufüllen, nachdem es geleert wurde. Angehörige sollten das Trinkverhalten älterer Menschen beobachten und sie gegebenenfalls an das regelmäßige Trinken erinnern.

Hamburg, 10. August 2015

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