Helmut Kohl hat ein neues Hüftgelenk

Altkanzler Helmut Kohl hat anscheinend ein neues Hüftgelenk bekommen
Altkanzler Helmut Kohl hat anscheinend ein neues Hüftgelenk bekommen © Fotolia

Der Altkanzler Helmut Kohl (85) hat sich einer Hüft-Operation unterzogen. Doch wie sieht so ein künstliches Hüftgelenk eigentlich aus? Wer braucht es und wie läuft die OP ab? Praxisvita klärt auf.

Medienberichten zufolge wurde Helmut Kohl (85) am Montag ein neues Hüftgelenk eingesetzt. Die Operation sei gut verlaufen, heißt es, und der Altkanzler hoffe, die Klinik bald wieder verlassen zu können.

 

Wann ist ein künstliches Hüftgelenk notwendig?

Wenn Patienten ein neues Hüftgelenk benötigen, ist die Ursache meist Gelenkverschleiß: der sogenannte Gelenkknorpel, die Schutzschicht des Gelenks, ist abgenutzt. Die Folge: Starke Schmerzen beim Gehen und eine erhebliche Einschränkung der Bewegungsfähigkeit.

 

Wen trifft es am häufigsten?

Die meisten Patienten mit einem künstlichen Hüftgelenk sind über 65, immer häufiger trifft es aber auch jüngere Menschen. Auslöser ist dann meist eine angeborene Fehlstellung der Hüfte. Inzwischen können Ärzte diese Skelettschädigung frühzeitig erkennen und Eltern raten, ihr Kind besonders zu wickeln – so kann Folgeschäden vorgebeugt werden. Doch da vor den 90er Jahren noch nicht gezielt auf diese Fehlstellung geachtet wurde, gibt es Menschen, die mit 40-50 Jahren deswegen ein neues Hüftgelenk benötigen. Andere mögliche Ursachen sind die Schädigung der Hüfte durch Übergewicht, Alkoholmissbrauch oder Überbeanspruchung im Leistungssport.

 

Wie sieht eine künstliche Hüfte aus?

Im Video erklärt Prof. Dr. Thorsten Gehrke, Chefarzt und Ärztlicher Direktor der Helios Endo-Klinik Hamburg, wie eine Hüft-Operation abläuft

Macht auch Ihnen Ihre Hüfte zu schaffen? Überprüfen Sie im Selbsttest Ihre Hüftgesundheit – hier klicken.

Hamburg, 8. Mai 2015

Themen
Das könnte Sie auch interessieren
Copyright 2018 praxisvita.de. All rights reserved.