Hellmuth Karasek starb an Gallengangskrebs

Hellmuth Karasek
Hellmuth Karasek starb an Gallengangskrebs © Fotolia, Wikimedia Commons

Am 29. September verstarb der Journalist, Autor und Literaturkritiker Hellmuth Karasek in Hamburg. Die Todesursache war Gallengangkrebs – Praxisvita erklärt die seltene Krankheit.

Er liebte Literatur, Fernsehauftritte, das Publikum und war ein begeisterter Witzeerzähler – am Dienstagabend ist Hellmuth Karasek im Alter von 81 Jahren in seinem Haus in Hamburg gestorben. Laut einem Bericht der Zeitung „BILD“ war die Todesursache Gallengangkrebs.

 

Was ist Gallengangskrebs?

Gallengangskrebs ist ein seltener, bösartiger Tumor in den Gallengängen. Das Tückische an dieser Krebsart ist, dass die Symptome meist sehr spät auftreten, wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist – darum sind die Heilungschancen vergleichsweise gering. Gallengangskrebs tritt nur bei etwa zwei von 100.000 Menschen auf, im Schnitt sind die Patienten bei der Diagnose etwa 60 Jahre alt. Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei Gallengangskrebs bei zwei bis 15 Prozent.

Das sogenannte Gallengangsystem besteht aus mehreren Gallengängen, deren Aufgabe es ist, Galle von der Leber in den Zwölffingerdarm zu transportieren. Bildet sich in diesen Gallengängen ein Tumor, bemerkt der Patient häufig erst dann etwas davon, wenn dieser so groß ist, dass die Galle nicht mehr richtig abfließen kann und sich in der Leber staut.

Typische Symptome bei Gallengangskrebs sind eine gelbliche Verfärbung der Augen und der Haut durch eine Gelbsucht, dunkler Urin und farbloser Stuhl sowie Juckreiz. Außerdem ist unter dem Rippenbogen häufig eine vergrößerte Gallenblase ertastbar.

Die Gallengangskrebs-Therapie besteht in der operativen Entfernung des Tumors. Ist der Krebs bereits zu weit fortgeschritten für eine Operation, wird der Fokus der Behandlung auf eine Linderung der Beschwerden und eine Verbesserung der Lebensqualität gelegt. Kann der Tumor vollständig entfernt werden, liegt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient die nächsten fünf Jahre überlebt, bei bis zu 40 Prozent.

Hamburg, 1. Oktober 2015

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