Helfen Cremes gegen Falten? 7 wichtige Fakten

Michelle Kröger

Cremes gegen Falten gibt es viele. Aber: Welche helfen wirklich und ab wann muss ich überhaupt zur Anti-Aging-Tube greifen?

Es scheint das Zauberwort der Kosmetikindustrie zu sein, ja, eine Art Verkaufsgarantie ab dem 20. Lebensjahr: Anti-Aging. Cremes gegen Falten gibt es wie Sand am Meer, viele Frauen und Männer schwören auf ihre Kräfte. Doch ab wann sollte man sie benutzen? Und kann man die Zeichen der Zeit tatsächlich durch eine Anti-Falten-Creme aufhalten?

 

1. Cremes gegen Falten. Was ist in solchen Cremes enthalten?

“Die Bandbreite der Wirkstoffe in Anti-Falten-Cremes ist sehr groß und es kommen immer mehr Wirkstoffe auf den Markt”, erklärt Dr. med. Eveline Urselmann, Expertin auf diesem Gebiet. Die Ärztin führt eine renommierte Fachpraxis für ästhetische Medizin in Hamburg. Sie gibt Antworten auf die häufigsten Fragen. 

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2. Welche Inhaltsstoffe sind besonders beliebt?

„Häufige Vertreter sind Hyaluronsäure, Kollagen, Retinol, Coenzym Q10, Antioxidantien wie Vitamin C und E.”

 

3. Ab wann sollte man Cremes gegen Falten benutzen?

Hier gibt es keine Pauschalantwort, vielmehr ist der Startzeitpunkt individuell vom Betroffenen abhängig. Das konkrete Alter spiele dabei eigentlich keine Rolle: „Das kommt ganz auf den Zustand der Haut an und kann deshalb nicht pauschalisiert werden. Eine konsequente und auf den Hautzustand abgestimmte Pflege ist für jede Haut wichtig – ob mit 20, 30 oder 50 Jahren”, sagt Dr. med. Urselmann. Creme gleich Creme? Keineswegs. Die Inhaltsstoffe sollten auf die Bedürfnisse Ihrer Haut abgestimmt sein. Wer wahllos jedes beworbene Produkt kauft, der sollte sein Handeln ändern. Zielführende Ergebnisse stellen sich dann nicht unbedingt ein. “Ich empfehle eine fundierte Beratung in einer ästhetischen oder dermatologischen Praxis”, so die Expertin.

 

4. Sind solche Cremes erfolgversprechend?

Bei dieser Frage teilt sich das Lager in der Regel in zwei Teile. Die einen schwören auf den Einsatz einer guten Anti-Falten-Creme. Die anderen glauben, dass sie rein gar nichts gegen Falten tut. Dr. med. Urselmann meint: „Grundsätzlich gibt es durchaus wirksame Produkte auf dem Markt. Sie verstecken sich unter dem Oberbegriff Cosmeceuticals (z.B. Med Beauty Swiss, Skinceutical, Alumier).” Diese Produkte sind meistens nur in professionellen medizinisch/kosmetischen Instituten erhältlich und bedürfen unbedingt einer Beratung und einer Beurteilung des Hautzustandes. Die Expertin rät deshalb davon ab, diese online zu bestellen. 

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5. Welcher Wirkstoff kann die besten Ergebnisse erzielen?

Jeder Wirkstoff hat eine unterschiedliche Funktion. „Retinol ist ein sehr wirksames Mittel gegen die Hautalterung, da es die Kollagensynthese anregt und den Zellumsatz fördert”, so Dr. med. Urselmann. Vitamin C und E wirken andererseits als Antioxidantien gegen freie Radikale und mindern so die Hautschädigung durch Umweltfaktoren. Ein Tipp, der leider viel zu häufig vernachlässigt wird: „Ein hoher Lichtschutzfaktor ist eines der wichtigsten Anti-Aging-Mittel, da es die Haut vor der schädigenden Wirkung durch UV schützt.”

 

6. Cremes gegen Falten – ein Ersatz für einen ästhetischen Eingriff?

Faltencremes können keinen Eingriff ersetzen bzw. dieselben Ergebnisse erzielen. Warum? „Diese Cremes besitzen eher eine schützende, erhaltende und unterstützende Funktion. Bereits vorhandene Falten bedürfen dagegen doch eher einer minimalinvasiven Behandlung mit Botox, Hyaluron oder Laser”, erklärt die Expertin. Es handelt sich also vielmehr um eine gute Möglichkeit, Falten vorzubeugen. 

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7. Wie häufig sind diese Anti-Falten-Cremes aufzutragen?

Cremes und Seren mit Anti-Aging-Funktion sollten am besten täglich aufgetragen werden. Holen Sie sich professionellen Rat. Denn: „Bei einigen Produkten bedarf es einer speziellen Eingewöhnungsphase, die einige Wochen – je nach Empfindlichkeit der Haut – andauern kann.”

Und wie genau sollte eine Anti-Falten-Creme aufgetragen werden – kann man hierbei womöglich irgendetwas falsch machen? Die Expertin sagt: „Ein sanftes Auftragen ist in jedem Fall besser als eine grobe Handhabung. Insbesondere die zarte Augenpartie sollte nur vorsichtig eingeklopft werden. Nach neueren Erkenntnissen ist es darüber hinaus sinnvoll Lymphdrainagen in die tägliche Pflegeroutine aufzunehmen.” Lassen Sie sich bestenfalls die richtige Technik von einem Profi zeigen.

Quellen:

Unsere Expertin: Dr. med. Eveline Urselmann. Ihre Fachpraxis für Ästhetische Medizin Dr. med. Eveline Urselmann in Hamburg zählt zu den besten Anlaufstellen auf diesem Gebiet.

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