Heißhungerattacken: Körperliche oder psychische Ursachen sind möglich

Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Heißhungerattacken werden durch ganz unterschiedliche Ursachen ausgelöst. Sie können dabei auf bestimmte Krankheiten hinweisen, die infolge einer Unterzuckerung (Hypoglykämie) Heißhunger bewirken. Häufig lösen zudem psychische oder hormonelle Ursachen Heißhungerattacken aus.

Die häufigste körperliche Ursache für eine Heißhungerattacke ist die Unterzuckerung (Hypoglykämie). Die Ärzte sprechen von einer Unterzuckerung, wenn der Blutzucker auf einen sehr niedrigen Wert unter 50 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) absinkt. Betroffene empfinden dann Heißhunger häufig zusammen mit Übelkeit, Erbrechen oder allgemeiner Schwäche. Eine Unterzuckerung tritt häufig bei Diabetikern („Zuckerkranken“) auf, die beispielsweise unregelmäßig essen. Sie kann aber auch bei Gesunden vorkommen.

Heißhungerattacken können auch hormonelle Ursachen haben. Ein Beispiel dafür ist die Schwangerschaft. In der Schwangerschaft wird vermehrt das Hormon Insulin gebildet, welches den Blutzucker der Frau häufig stark abfallen lässt. Die Folge ist Heißhunger, dem oft regelrechte Fressanfälle folgen. Aber auch eine Schilddrüsen-Überfunktion (Hyperthyreose) kann Heißhungerattacken auslösen. Der Stoffwechsel ist dabei insgesamt gesteigert und „verbrennt“ viel Energie, die über die Nahrung wieder aufgenommen werden muss.

Heißhungerattacken durch Diabetes
Heißhungerattacken können aufgrund von Unterzuckerungen ein Hinweis auf eine Zuckerkrankheit sein © Fotolia

Im Rahmen von psychischen Störungen haben Betroffene mit Binge-Eating-Disorder regelmäßig Heißhungerattacken und Essanfälle. Sie können die Heißhungerattacke dann häufig nicht kontrollieren und essen, bis sie völlig erschöpft sind. Bei einer anderen Essstörung, der Bulimie, erbrechen sich Betroffene kurz nach einer Heißhungerattacke aus Furcht vor einer Gewichtszunahme.

 

Weitere mögliche Ursachen für Heißhungerattacken

  • Unterversorgung mit Nährstoffen bei Diäten oder durch Krankheiten
  • Blutzuckerabfall durch Drogen oder Alkohol
  • Gewohnheit (zum Beispiel Lust auf Nachtisch)
  • Medikamente, wie bestimmte Antidepressiva
  • Migräne in der Vorphase (Prodromalphase)
  • Fettsucht (Adipositas)
Symptome
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