Heilung für den Bauch

Frau mit Bauchkrämpfen
Fast jeder Zweite von uns hat mit sogenannten dyspeptischen Beschwerden wie Blähungen, Krämpfen oder Völlegefühl zu kämpfen © GettyImages

Blähungen, Magen-Darm-Krämpfe, Völlegefühl – wie natürliche Arzneien aus Pfefferminze und Kümmel Verdauungsbeschwerden sanft lindern.

Es ist eine zentrale Schaltstelle unseres Denkens und Fühlens – und über Millionen von Nervenzellen mit allen Körperfunktionen „verdrahtet“. Nein, die Rede ist nicht vom Gehirn. Auch nicht vom Herzen - sondern von unserem Verdauungssystem. Denn das ist nach neuen Erkenntnissen offenbar weit mehr als ein Essensverwerter.

Warum wir etwa Schmetterlinge im Bauch „fühlen“, hat Gründe, die heute wissenschaftlich nachweisbar sind: Zwischen Bauch und Gehirn gibt es eine Art Standleitung, auf der permanent Signale ausgetauscht werden. Forscher gehen mittlerweile sogar so weit, von einem „Hirn im Untergeschoss“ zu sprechen. Das Überraschende dabei: Dieses Bauchhirn reagiert nicht nur auf Gefühlslagen – es kann auch selber Stimmung machen. Denn achtzig Prozent der Nervenstränge zwischen den beiden Systemen laufen vom Bauch zum Gehirn. Das heißt: Von unten werden viel mehr Signale nach oben gesendet – als von dort empfangen. Möglicherweise ist der Bauch also Mitauslöser von Stimmungen, Ängsten oder Depressionen.

 

Fast jeder zweite leidet unter Magen-Darm-Beschwerden

Umso wichtiger ist es daher für seine Gesundheit zu sorgen. Doch damit steht es leider nicht zum Besten. Fast jeder Zweite von uns hat mit sogenannten dyspeptischen Beschwerden wie Blähungen, Krämpfen oder Völlegefühl zu kämpfen. Größtenteils handelt es sich dabei um „funktionelle Beschwerden“. Das heißt, es liegt eine Störung im Ablauf des Verdauungsprozesses vor, deren Ursache aber meist nur schwer zu finden ist. Es kann an einer angeborenen Neigung liegen, stärker mit dem „Bauchhirn“ zu reagieren. Oder an Empfindlichkeiten gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln. Auch neurologische Störungen im Darm oder Probleme mit seiner Motilität (Bewegungsfähigkeit) können der Grund sein. Unabhängig vom Auslöser sind diese Symptome aber in jedem Fall sehr unangenehm, ja sogar schmerzhaft. Um sie zu verringern empfehlen Ärzte eine Kombination von Medikamenten und – vor allem bei wiederkehrenden Beschwerden – auch Verhaltensänderungen.  

 

Experten empfehlen pflanzliche Mittel

Denn angesichts der neuen Erkenntnisse über den Darm ist klar: Ohne Entspannung im Kopf gibt es auch keine im Bauch. Daher ist alles wichtig, was entstresst und hilft, Ruheinseln im Alltag – und in uns selbst – zu finden: ob Yoga, Atemübungen oder schlicht ein besseres Zeitmanagement. Bei der medikamentöse Therapie tendieren Experten ganz klar in Richtung Natur. Denn pflanzliche Mittel bekämpfen nicht nur die Symptome. Sie helfen auch dem gereizten Magen-Darm-Trakt, wieder ins Gleichgewicht zu kommen. Optimal hierfür ist nachweislich ein Mix aus hochdosiertem Pfefferminz- und Kümmelöl. Denn beide Öle enthalten Pflanzenwirkstoffe in konzentrierter Form: Pfefferminze entspannt die Darm-Muskulatur und mildert die Schmerzempfindlichkeit der Verdauungsorgane, die bei funktionellen Beschwerden oft erhöht ist. Kümmel lindert Blähungen und erhöht die Durchblutung der Darmschleimhaut. Ein weiteres Plus: Eine Langzeitanwendung ist kein Problem – zumindest bei Einnahme in Kapselform (z.B. Carmenthin Kapseln, Apotheke). Denn diese lösen sich erst im Darm auf, so dass der Magen geschont wird.

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