Hefe selber machen: Wilde Hefe als Alternative

Sina Klitzke

Aufgrund der Corona-Pandemie ist Hefe immer schwieriger zu ergattern. Zum Glück ist Hefe ist ganz einfach selber zu machen. So funktioniert's.

Inhalt
  1. Was ist Wilde Hefe?
  2. Wilde Hefe selber machen mit nur drei Zutaten
  3. Woran merke ich, ob die Hefe fertig ist?
  4. Was ist bei der Verwendung von selbstgemachter Hefe zu beachten?
  5. Tut Hefe etwas für unsere Gesundheit?

Die Regale überwiegend leer. Kein Mehl, kein Toast, keine Nudel – und auch keine Hefe mehr. Der Wunsch nach einem selbst hergestellten Pizzaboden scheint fast verloren. Doch Hefe ist einfach selber zu machen, wenn man als Alternative Wilde Hefe herstellt.

 

Was ist Wilde Hefe?

Wilde Hefe stellt eine natürliche Alternative zu industrieller Hefe dar und kann selbst gezüchtet werden. Der Unterschied liegt darin, dass Wilde Hefe, auch Hefewasser genannt, eine flüssige Konsistenz hat und mehr Geduld gefordert ist. Jedoch überwiegt die Alternativlösung mit deutlichen Vorteilen im Geschmack und der Textur.

     

    Wilde Hefe selber machen mit nur drei Zutaten

    Wilde Hefe selber zu machen ist gar nicht schwierig. Auch die Anzahl der Zutaten ist überschaubar. Mit lediglich drei Zutaten kann die Hefe selber zubereitet und anschließend verwendet werden.

    Diese Zutaten werden benötigt:

    So funktioniert die Zubereitung:

    1. Das lauwarme Wasser wird in ein verschließbares Gefäß gegeben. Anschließend den Zucker hinzufügen. Nun gut geschütteln, bis sich der Zucker weitestgehend aufgelöst hat.
    2. Anschließend Pflaumen (beziehungsweise Datteln) hinzufügen und an einem möglichst warmen Ort aufbewahren. Die Temperatur sollte zwischen 25 und 35 °C liegen.
    3. Damit Gase entweichen, wird das Gefäß jeweils morgens und abends geschüttelt und kurz geöffnet. Dies sollte fünf bis zehn Tage wiederholt werden, erst dann kann die Wilde Hefe verwendet werden.
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    Woran merke ich, ob die Hefe fertig ist?

    Ob die Wilde Hefe lange genug stand und frei zur Verwendung ist, erkennt man einerseits an dem typischen Hefegeruch, andererseits auch an den kleinen Bläschenbildungen an der Oberfläche.

     

    Was ist bei der Verwendung von selbstgemachter Hefe zu beachten?

    Vor dem Verwenden die Hefe gut schütteln und die Pflaumen entfernen. Sollte beispielsweise ein Pizzateig hergestellt werden, ist es sinnvoll, den Teig bereits einen Tag vorher fertigzustellen, da dieser nun eine längere Gehzeit verlangt. Das liegt daran, dass der Teig durch die Verwendung der Wilden Hefe eine geringe Triebkraft beinhaltet als bei der herkömmlcichen Hefe-Variante.

     

    Tut Hefe etwas für unsere Gesundheit?

    Hefe hat gleich mehrere gesundheitsfördernde Eigenschaften. Sie ist ein wahrer Alleskönner und unterstützt vor allem unsere Darmflora. Doch damit nicht genug.

    Diese Nährstoffe enthält Hefe:

    • Eiweiß: Hefe hat einen hohen Anteil an Eiweiß, weswegen es sich vor allem für Vegetarier als Ausgleich eignet.
    • Vitamin B: Um den Stoffwechsel anzuregen und die Nerven zu unterstützen, sind Vitamine wie B1, B2, B6 und Niacin fördernd.
    • Mineralstoffe: Hefe ist reich an Mineralstoffen. Darunter zählen Kalium, Natrium und Zink. Diese sind nicht nur gut für die Knochen und Muskeln, sondern auch für die Abwehrkräfte.
    • Biotin: Die meisten Frauen kennen es. Der Begriff Biotin hört man vor allem im Bereich „Beauty“ immer häufiger. Es sorgt für gesunde Haut, Nägel und Haare.

    Die Nährstoffe sind sowohl in industrieller als auch in selbstgemachter Hefe enthalten.

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