Hautkrebs durch Orangensaft

Orangensaft
Orangensaft ist eines der beliebtesten Getränke der Deutschen. Was viele nicht wissen: Er erhöht das Risiko, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken © Fotolia

Für die meisten gehört zu einem guten Frühstück neben frischen Brötchen auch ein Orangensaft. Doch Experten warnen jetzt: Schon ein Glas täglich kann zu viel sein.

Wer jeden Morgen ein Glas Orangensaft trinkt, hat eine 25 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, an schwarzem Hautkrebs zu erkranken – das geht aus einer Untersuchung der Brown University hervor. Forscher hatten für ihre Studie 10.000 Erwachsene über 25 Jahre hinweg beobachtet. Den Wissenschaftlern zufolge sind nicht nur diejenigen, die jeden Tag ein Glas Orangensaft konsumieren, gefährdet, sondern auch die Personen, die regelmäßig zu einer Grapefruit greifen. Demnach weisen Menschen, die dreimal pro Woche eine ganze Grapefruit essen, eine 41 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit auf, ein sogenanntes malignes Melanom zu entwickeln. Wer höchstens einmal pro Woche ein Glas Orangensaft trinkt, braucht sich nach aktuellen Erkenntnissen der Forscher allerdings keine Sorgen machen.

 

Zitrusfrüchte machen Haut sensibler

Verantwortlich machen die Wissenschaftler dafür die in den Zitrusfrüchten enthaltenen fotoaktiven Stoffe wie Psoralen. Sie sind dafür bekannt, die Haut gegenüber der Sonneneinstrahlung sensibler zu machen. Grundlegend gilt: Meiden Sie die pralle Sonne, vor allem in der Mittagszeit. Cremen Sie sich mit einer Lotion mit hohem Lichtschutzfaktor ein. Wichtig: Alle zwei Jahre sollten Sie zur Vorsorgeuntersuchung beim Hautarzt gehen.

 

Was ist ein malignes Melanom?

Das maligne Melanom ist selten, aber hochgefährlich. Seine Zellen breiten sich sehr leicht und sehr schnell über das Lymphsystem aus und können in anderen Organen großen Schaden anrichten. Er gilt als eine der gefährlichsten Krebsvarianten: 28 000 Deutsche erkranken jährlich am schwarzen Hautkrebs, etwa 3000 sterben auch daran. Denn wird der Krebs erst spät entdeckt, haben sich bereits Metastasen ausgebildet und ein Entfernen des Melanoms durch Herausschneiden ist nicht mehr möglich. Die sogenannte Immuntherapie greift nicht den Tumor direkt an, sondern stärkt das Immunsystem. Dazu werden dem Patienten spezielle Antikörper gespritzt. Die Folge: Der Organismus erkennt den Tumor als Fremdkörper, greift ihn an und grenzt so sein weiteres Wachstum ein. Wenn auch eine Immuntherapie nicht anschlägt, muss sich der Patient einer Strahlen- und Chemotherapie unterziehen. Doch auch der schwarze Hautkrebs ist heilbar – Früherkennung ist also in jedem Fall entscheidend.

Hamburg, 2. Juli 2015

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