Tierisch gefährlich - Zecken bei Katzen & Hunden

Redaktion PraxisVITA

Haustiere wie Hund und Katze

Neben den Wildtieren dienen auch unsere Haustiere als Wirtstiere der Zecken. Haustiere streifen oft in Büschen umher, dort ist die Zecken-Gefahr am größten. Mit einem Zeckenbiss können sich Hunde und Katzen schwere Krankheiten einhandeln. Hunde können jedoch – anders als Menschen – gegen Borreliose geimpft werden. Allerdings ist diese Impfung bei Tierärzten umstritten. Denn der in den USA entwickelte Wirkstoff nützt Hunden in unseren Breitengraden wenig, weil seine Wirkung auf eine Zecken-Unterart abgestimmt ist, die in Mitteleuropa so gut wie gar nicht vorkommt. Daher ist der Schutz nicht garantiert. Zudem können die Wirkstoffe Nierenschäden verursachen. Experten raten daher eher zu Zecken-Halsbändern. Die sind mit Wirkstoffen (sogenannten "Repellents") versetzt, deren Geruch Zecken, Flöhe und anderes Ungeziefer abschreckt (Tierarzt/Apotheke, ab ca. 30 Euro, Wirkdauer: acht Monate). Bei Katzen-Halsbändern unbedingt darauf achten, dass sie sich automatisch öffnen, wenn Zug auf das Band ausgeübt wird, damit die Katze sich nicht selbst stranguliert, wenn sie mit dem Halsband z.B. an einem Ast hängen bleibt! Die gleiche Wirkung wie die Zeckenhalsbänder haben auch spezielle Tinkturen ("Spot on"-Produkte), die Sie Ihrem Haustier ca. alle drei Monate auf den Nacken träufeln können. Tasten Sie Ihr Tier täglich beim Streicheln nach Zecken ab (danach gründlich die Hände waschen!). Mit Zeckenzangen (Apotheke) lassen sich die Parasiten entfernen. Vorsicht auch bei Zecken, die Ihr Haustier nur als Transportmittel benutzt und sich nicht festgesaugt haben: Kommen Sie unbeabsichtigt mit der noch krabbelnden Zecke in Berührung, können auch Sie als neuer Wirt infrage kommen.

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