Hausstaubmilbenallergie: Milbenkot löst Beschwerden aus

Redaktion PraxisVITA
Kapitel
  1. 1. Überblick
  2. 2. Ursachen
  3. 3. Symptome
  4. 4. Diagnose
  5. 5. Behandlung
  6. 6. Vorbeugung

Bei einer Hausstaubmilbenallergie liegen die Ursachen in einer übermäßige Reaktionen des Immunsystems auf Allergene. Diese Allergene stammen bei der Hausstaubmilbenallergie von bestimmten Milben und befinden sich in ihrem Kot.

 

Ursache einer Hausstaubmilbenallergie

Die Hausstaubmilben gehören zu den Spinnentieren, in Deutschland sind hauptsächlich die Gattungen Dermatophagoides pteronyssinus und Dermatophagoides farinae für allergische Reaktionen verantwortlich. Die für das menschliche Auge nicht sichtbaren Milben (maximal 0,5 mm groß) kommen in Polstermöbeln, Teppichen und hauptsächlich im Bett in Matratzen vor. Dort finden sie optimale Lebensbedingungen: Hohe Luftfeuchtigkeit von rund 70 bis 75 Prozent oder höher und Temperaturen um 20 bis 25 °C sind ideale Bedingungen für Hausstaubmilben, die sich von abgestorbenen menschlichen Hautschuppen ernähren. Von diesen verliert jeder Mensch täglich rund 1,5 bis 2 Gramm.

Hausstaubmilben Kot löst Hausstauballergie aus
Hausstaubmilben, genauer gesagt ihr Kot, sind der Auslöser der Hausstauballergie© iStock
 

Sofortreaktion des Immunsystems bei einer Hausstaubmilbenallergie

Der Kot der Hausstaubmilben enthält bestimmte Eiweiße, die das Immunsystem des Körpers als bedrohlich einstuft und dadurch eine übermäßige Immunantwort auslöst. Diese Eiweiße stellen die eigentliche Ursache einer Hausstaubmilben allergie dar. Der Kot verteilt sich mit dem Hausstaub und wird durch Bewegungen aufgewirbelt. Auf diesem Weg gelangt er in die Atemwege und Schleimhäute, wo er die allergische Reaktion des Typ I verursacht.

 

Trockene Luft begünstigt Hausstaubmilbenallergie

Im Gegensatz zu einem allergisch bedingten Heuschnupfen, der nur saisonal auftritt, kommen Hausstaubmilben und die damit verbundene Hausstaubmilbenallergie das ganze Jahr über vor. Besonders in der Heizperiode treten gehäuft Allergie-Beschwerden auf, da durch die trockene Heizungsluft der Milbenkot schneller zerfällt. Allergene werden so stärker im Raum verteilt. Hausstaubmilben sind jedoch kein Anzeichen für eine verschmutzte Wohnung oder mangelnde hygienische Zustände – sie kommen in jeder Wohnung natürlich vor und übertragen auch keine Krankheiten.

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