Hausmittel gegen Neurodermitis: Welche helfen?

Ines Fedder Medizinredakteurin

Hausmittel gegen Neurodermitis können auf effektive Weise helfen, den Krankheitszustand zu verbessern. Diese natürlichen Mittel helfen am besten.

Hausmittel gegen Neurodermitis sorgen dafür, dass die Hautreizungen nachlassen und Beschwerden wie Juckreiz, Rötungen und Ausschlag schnell und sanft gelindert werden. Aber: Welche wirken am besten und wie werden sie angewandt?

 

Hausmittel bei Neurodermitis: Wie wirken die natürlichen Helfer?

Starker Juckreiz und schuppige Haut sind nicht selten Symptome einer Neurodermitis, eine qualvolle Hautkrankheit. Oft wird eine Neurodermitis durch Nahrungsmittelunverträglichkeiten verursacht, aber auch Chemikalien aus Kleidung und Umwelt stehen im Verdacht, die Hautkrankheit auszulösen. Heilung bei Neurodermitis gibt es bisher nicht, doch es kann einiges zur Linderung der Hautbeschwerden getan werden.

Bestimmte Hausmittel helfen dabei, die allergischen Reaktionen der Haut abzuschwächen und die Symptome maßgeblich zu verbessern. Da die Hautreaktionen je nach Typ stärker oder schwächer ausfallen und jeder auf bestimmte Reizauslöser unterschiedlich reagiert, helfen die Hausmittel wie Essig und Co. nicht bei jedem gleich. Betroffene sollten unterschiedliche „natürliche Helfer“ ausprobieren, um zu erproben, was am besten hilft.

 

Natürliche Mittel gegen Neurodermitis: Vorteile der natürlichen Behandlung

Der Leidensdruck von Betroffenen mit einer Neurodermitis ist groß. Denn in der Regel sind die Auslöser der lästigen Hautreizungen nicht so einfach auszumachen. Eine Möglichkeit, Hautekzeme und Allergie-Schübe zu behandeln, sind Präparate mit dem Wirkstoff Cortison. Doch dieser birgt bei längerer Anwendung gefährliche Nebenwirkungen – die Haut wird dünner und rissig, zudem kann es zu Pigmentstörungen kommen.

Hausmittel auf natürlicher Basis haben daher entscheidende Vorteile gegenüber den cortisonhaltigen Präparaten aus der Apotheke: Sie bringen in der Regel keine nachhaltigen Nebenwirkungen mit sich, sind leicht anzuwenden und ohne Probleme in Drogerien und Supermärkten zu erwerben. Oft reicht auch ein kleiner Blick in den heimischen Garten. Zudem: Hausmittel gegen Neurodermitis können außerdem häufig auch noch bei anderen Beschwerden angewandt werden.

 

Wirksames Mittel gegen Neurodermitis: Die bewährtesten Hausmittel im Überblick

Folgende Hausmittel können bei Neurodermitis helfen und haben sich in der Praxis bei vielen Betroffenen bewährt:

  • Apfelessig
  • Olivenöl
  • Fett-feuchte Umschläge
  • Kühlende Milchprodukte
  • Regelmäßiges Cremen

Entdecken Sie hier in In unserer Bildergalerie, welche Hausmittel gegen Neurodermitis besonders wirksam sind und wie sie angewendet werden!

 

Sonderfall Neurodermitis im Gesicht: Sanftes Hausmittel gegen Rötungen  

Neurodermitis äußert sich in der Regel am häufigsten in den Streckseiten der Arme und Beine, an Ellbogen und Kniegelenken sowie später auch an den Beugeseiten der Gliedmaßen. Ein Sonderfall ist das Auftreten von Neurodermitis im Gesicht. Da das Gesicht besonders empfindlich ist, sollten hier nur milde Hausmittel verwendet werden. Es wird empfohlen, im Vorfeld das Hausmittel an einer anderen Stelle am Körper – zum Beispiel am Arm, zu testen.

Quark-Maske bei Neurodermitis im Gesicht

Besonders empfehlenswert zur Anwendung bei Neurodermitis im Gesicht ist Quark – er kühlt die Haut und lindert den Juckreiz in der Regel schnell und effektiv. Einmal aufgetragen und eingetrocknet reagieren die Milchsäurebakterien auf der Haut und lindern so die Beschwerden. Die Reste können mit warmen Wasser entfernt werden.

 

Naturheilmittel bei Neurodermitis: So klappt's am besten

Bei Neurodermitis handelt es sich um eine chronische Hauterkrankung, die in Schüben auftritt. Eines der Eckpfeiler einer gelungenen Therapie bei der Behandlung der Symptome ist die Beständigkeit. Die Regelmäßige Anwendung von Hausmitteln ist daher das A und O. An oberster Stelle steht bei allen Neurodermitis-Patienten das regelmäßige Eincremen. Dadurch wir die gestörte Barrierefunktion der Haut erneuert und der Feuchtigkeitsverlust der Haut wieder ausgeglichen.
Neben der Anwendung bestimmter Hausmittel, je nachdem, welche sich für Sie als besonders effektiv herausgestellt haben, sollte die Behandlung durch weitere Maßnahmen unterstützt werden. Stress, eine ungesunde Ernährung, der Verzehr von Genussmitteln wie Nikotin und Alkohol sowie bestimmte Textilien können sich ebenso auf die Hautreaktionen auswirken.

Hausmittel gegen Neurodermitis haben sich bei vielen Patienten bewährt und sind in jedem Fall eine wirksame, sanfte Alternative zur Behandlung der chronischen Hauterkrankung. Welche Hausmittel bei Ihnen am besten zur Behandlung der Neurodermitis helfen, finden Sie am besten durch einfaches Ausprobieren heraus.

Quelle:

Ring, J. (2015). Eczema–in the focus between dermatology and allergology. Allergo Journal International, 24(4), 129-142.

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