Hausmittel gegen Insektenstiche: Das hilft!

Ines Fedder

Hausmittel helfen bei Insektenstichen immer noch am besten. Hier erfahren Sie, was wirklich hilft bei Mücken-, Bienen- und Wespenstichen und wie man Schwellungen, Rötungen und Schmerzen schnell und unkompliziert lindert.

Lavendelöl in einem Gläschen
Bewährtes Hausmittel gegen Insektenstiche: Lavendelöl Foto:  iStock/id-art
Inhalt
  1. Hausmittel gegen Insektenstiche: Alle Infos im Überblick
  2. Hausmittel gegen Insektenstiche: Die 10 besten Mittel
  3. Hausmittel gegen Insektenstiche bei Allergie
 

Hausmittel gegen Insektenstiche: Alle Infos im Überblick

Was sind Insektenstiche? Wie der Name schon sagt handelt es sich bei einem Insektenstich um einen Stich, der durch Insekten verursacht wurde, die einen giftigen Stachel haben.
So äußert sich ein Insektenstich: Insektenstiche verursachen an der Einstichstelle Rötungen, Schwellungen und Schmerzen.
Was hat mich gestochen? Zu den häufigsten Insektenstichen zählen Mückenstiche, Bienenstiche, Wespenstiche und Hornissenstiche.
Bremsen, Wanzen, Zecken oder Flöhe hingegen stechen nicht, sondern beißen.
Die meisten Insektenstiche sind in der Regel ungefährlich. Je nachdem, ob Sie von einer Mücke, einer Biene, einer Wespe oder einer Hornisse gestochen wurden, kommt es zu unterschiedlichen Hautreizungen, die durch das Insektengift ausgelöst werden. Einfache Hausmittel gegen Insektenstiche lassen die lästigen Beschwerden schnell wieder verschwinden!

 

Hausmittel gegen Insektenstiche: Die 10 besten Mittel

  1. Eiswürfel: Kühlen, bevor die Schwellung kommt

Wer von einem Insekt gestochen wurde, der weiß meist gar nicht sofort, welches Tierchen hier am Werk war. Eines hilft allerdings immer sofort – egal ob Mücke, Biene oder Wespe: Kühlen. Kühlen lindert die Entzündungsreaktion auf der Haut und hilft bei Schwellungen. Eine schnelle Kühlung verhindert außerdem, dass durch die Einstichstelle weitere Krankheitserreger ins Blut gelangen. Dafür reicht schon ein Umschlag mit kaltem Wasser. Oder noch besser: Eiswürfen. Allerdings sollten Sie die Eiswürfel nie direkt auf die Haut legen – wickeln Sie sie als gutes Hausmittel gegen Insektenstiche lieber in ein dünnes Tuch. Und auch wenn es schwerfällt: Kratzen Sie nicht! Dadurch kann es zu Entzündungen kommen.

  1. Ätherische Öle: Lavendelöl und Teebaumöl gegen Rötungen

Durch Mückenstiche ausgelöster Juckreiz kann sehr lästig werden. Ein einfaches Hausmittel gegen Insektenstiche dieser Art ist es, einfach einen Tropfen Lavendelöl aufzutupfen. Das ätherische Öl sorgt dafür, dass der Stich weniger juckt und die Rötung zurückgeht. Noch wirksamer wird das Lavendelöl, wenn es gemischt wird – beispielsweise mit Teebaumöl oder Olivenöl.

  1. Weißkohl bei entzündeten Insektenstichen

Weißkohl wirkt entzündungshemmend sowie schmerzstillend und eignet sich daher als Hausmittel gegen Insektenstiche. Zerkleinern Sie dafür die Blätter und zerstampfen sie zum Beispiel mit Mörser und Stößel. Den austretenden Saft tupfen Sie dann auf den Insektenstich. Fertig gepresste Säfte können Sie aber auch im Reformhaus kaufen.

  1. Salz: Akuthilfe bei lästigem Juckreiz

Salz hat sich als Hausmittel gegen Insektenstiche bewährt. Dafür wird das Salz mit etwas Wasser vermischt, bis ein zäher Brei entsteht. Dieser wird dann direkt auf der Stichwunde aufgetragen. Der Alternativ-Tipp, wenn es schnell gehen muss: Tragen Sie etwas Spucke auf die Stelle und geben Sie anschließend Salz aus dem Salzstreuer darauf. Verreiben Sie beides dann vorsichtig auf dem Stich.

  1. Heißer Löffel bei Insektenstich: Wärme desinfiziert und lindert Juckreiz

Insektenstiche kann man nicht nur kühlen, sondern auch mit einer Wärmekur behandeln. Und dafür brauch man nicht einmal ein teures Gerät aus der Apotheke. Einfach einen Löffel über dem Wasserbad kurz erwärmen, diesen für zehn Sekunden auf den Einstich drücken (dabei bitte vorsichtig vorgehen, es kommt leicht zu Verbrennungen). Dieses Hausmittel gegen Insektenstiche tut doppelt gut: Die Poren der Haut werden verschlossen, das Einstichloch desinfiziert und der Juckreiz gelindert.

  1. Zwiebel bei schmerzhaften Wespen- und Bienenstichen

Die Zwiebel gilt schon lange als die Wunderwaffe bei Bienen- und Wespenstichen. Der Saft der Zwiebel kühlt die Einstichstelle, desinfiziert und wirkt entzündungshemmend. Einfach eine Zwiebel halbieren und auf die schmerzhafte Einstichstelle drücken. Um der Wunde das Gift zu entziehen kann man auf die Zwiebel auch noch etwas Zucker geben.

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  1. Apfelessig: Hausmittel-Wunderwaffe und Alleskönner

Bei einem Wespenstich hilft außerdem Apfelessig. Es hilft dabei, das Gift der Wespe zu neutralisieren und reduziert so schnell und effektiv die Schwellung und den Juckreiz. Einfach ein Tuch oder Wattepad mit dem Apfelessig tränken und circa fünf Minuten auf den Insektenstich legen.

  1.  Petersilie: Traditionelle Insektenstich-Behandlung

Zerhacken Sie frische Petersilie, geben Sie diese auf ein sauberes Tuch und legen Sie den Wickel auf den Einstich. Wichtig: Drücken Sie dabei nicht zu kräftig auf die Haut! Bisher ist zwar noch nicht restlos geklärt, weshalb Petersilie als Hausmittel gegen Insektenstiche wirkt, aber das Kraut bewährt sich in der Volksmedizin bereits seit Jahrhunderten.

  1.  Tonerde und Pfefferminz bei Mückenstichen

Noch ein effektives Hausmittel gegen Insektenstiche – besonders wenn eine Mücke der Übeltäter ist – ist Tonerde: Rühren Sie einen Teelöffel davon mit etwas Wasser zu einem Brei an. Mischen Sie anschließend drei Tropfen Pfefferminzöl unter und betupfen Sie damit die Einstichstelle. Der Juckreiz wird sofort gemildert, die Haut schön zart.

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  1.  Richtige Kleidung zur Vorbeugung bei Insektenstichen

Quasi als Hausmittel gegen Insektenstiche wirkt festes Gewebe – das können die Blutsauger schwerer durchstechen. Tipp: In den warmen Sommermonaten eignet sich hierzu beispielsweise Leinenstoff, da dieser sehr luftig ist. Sie können aber auch mit einem einfachen Tuch Schultern und Arme bedecken. Auch die Farbe der Kleidung spielt eine Rolle: Mücken vermeiden es, auf hellem Untergrund zu landen, daher sollten Sie helle Sachen tragen.

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Hausmittel gegen Insektenstiche bei Allergie

Im Normalfall sind Insektenstiche relativ harmlos und können mit einfachen Hausmitteln behandelt werden. Anders sieht es jedoch aus, leidet man unter einer Allergie. So können Stiche der Biene, Hummel, Wespe oder Hornisse allergische Reaktionen hervorrufen, die sogar lebensgefährlich sein können. Mögliche Symptome können Atem- oder Kreislaufprobleme sein, schwere allergische Systemreaktionen können sogar Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in seltenen Fällen sogar zum Kreislaufstillstand führen. „Für Europa gehen Forscher davon aus, dass 0.3 bis 7.5 Prozent der Bevölkerung allergische Systemreaktionen auf Insektenstiche erleiden“, berichtet die Europäische Allergieforschungsstiftung ECRAF. Die Allergischen Reaktionen werden durch Eiweiße ausgelöst, die sich in Gift befinden. Stellt der Arzt durch ein profundes Diagnose-Verfahren fest, dass eine Insektenstiche-Allergie vorhanden ist, ist die Anwendung von Hausmitteln nicht mehr geeignet. In vielen Fällen müssen Betroffene für den Notfall ein Set mit Antihistaminika mit sich führen. Auch eine Sensibilisierung kann über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden.

Quellen:

Allergieinformationsdienst: www.allergieinformationsdienst.de
Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit: www.bvl.bund.de
Europäische Allergieforschungsstiftung ECRA: https://www.ecarf.org/info-portal/allergien/insektengiftallergie/

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